Orthodox

Österreichs orthodoxe Christen feiern am 8. April Ostern

Am Sonntag, 8. April, und damit eine Woche nach Katholiken und Protestanten, feiern die orthodoxen und altorientalischen Christen in Österreich und auf der ganzen Welt das Osterfest. Der unterschiedliche Ostertermin geht auf verschiedene Berechnungsarten zurück. So bestimmen die Ostkirchen den Ostertermin nach dem alten Julianischen Kalender und nach einer anderen Methode als die Westkirchen, die die Gregorianische Kalenderreform des 16. Jahrhunderts vollzogen. Die Ostertermine können deshalb bis zu fünf Wochen auseinander fallen. Zu einem gemeinsamen Ostertermin wird es wieder im Jahre 2025 wieder kommen. Weltweit gibt es rund 300 Millionen orthodoxe und altorientalische Christen. In Österreich leben bis zu 500.000.

Die meisten orthodoxen Auferstehungsliturgien - etwa in der griechisch-orthodoxen Kathedrale am Wiener Fleischmarkt, in der rumänisch-orthodoxen Andreas-Kirche in der Simmeringer Hauptstraße oder in der russisch-orthodoxen Kathedrale in der Jauresgasse - beginnen in der Nacht von Samstag auf Sonntag ab ca. 23 Uhr. Zuerst wird die Mitternachtshore gesungen, darauf folgt die Prozession. Weiter geht es bis nach 2 Uhr morgens mit der Ostermatutin und der Liturgie. Am Palm- und Ostersonntag (1.und 8. April) findet im Hof der russischen Kathedrale St. Nikolaus in Wien auch der traditionelle Ostermarkt statt.
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Neue rumänisch-orthodoxe Kirche soll bis 2019 fertig sein

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Mit dem Bau der neuen rumänisch-orthodoxen Kirche in Wien-Leopoldstadt soll im Spätsommer 2018 begonnen werden und schon im Herbst 2019 soll der Bau weitgehend abgeschlossen sein. Das ist zumindest der Plan, wie ihn die rumänisch-orthodoxe Kirche auf ihrem offiziellen Facebook-Auftritt dieser Tage präsentiert hat. Geplant ist eine 400 Quadratmeter große Kirche mit freistehendem Glockenturm, wie er in der rumänischen Bukovina üblich ist, verbunden mit zwei Gebäuden, in denen u.a. das Pfarrbüro, die Pfarrerwohnung und ein Kindergarten (in Trägerschaft der katholischen St. Nikolaus-Stiftung) Platz finden werden.

Die feierliche Grundsteinlegung mit Segnung fand im vergangenen September statt und wurde vom rumänisch-orthodoxen Metropolit Serafim (Joanta) durchgeführt. Er bezeichnete den Bau als "historisches Ereignis, auch für die anderen Christen in Wien". Das neue Gotteshaus werde "ein Zeugnis des gemeinsamen Glaubens an Christus" sein und als "spirituelle Lunge" für ein Stadterneuerungsgebiet fungieren.
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Deutschsprachige Liturgien in russisch-orthodoxer Kirche

Die Zahl der deutschsprachigen orthodoxen Gottesdienste in Österreich nimmt zu. Neben der ersten deutschsprachigen orthodoxen Gemeinde in Wien, die kirchenrechtlich zur griechisch-orthodoxen Metropolis von Austria gehört, gibt es beispielsweise auch in der russischen orthodoxen Kirche in Wien regelmäßig Gottesdienste in deutscher Sprache. Alle 14 Tage (jeweils Samstag um 9 Uhr) finden die Liturgien in der Nikolauskathedrale im dritten Bezirk statt. Die russische Kirche in Wien verfügt auch über einen eigenen rund 10-köpfigen deutschsprachigen Kirchenchor.
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Erste Göttliche Liturgie in der Kapelle zum Hl. Johannes Chrysostomos

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Am 3. Fastensonntag, 11. März 2018, feierte die deutschsprachige Gemeinde erstmals die Göttliche Liturgie in der Kapelle zum Heiligen Johannes Chrysostomos. Metropolit Arsenios von Austria nahm an der Feier teil und ermunterte in einer kurzen Predigt die zahlreich gekommenen Gläubigen, dem Weg zu und mit Christus treu zu bleiben. Gerade am Sonntag der Kreuzverehrung rufe uns die Kirche in Erinnerung, dass es in keinem anderen Zeichen Heil gibt außer im Kreuz; im Kreuz, das der Herr zuallererst für uns auf sich genommen hat.
P. Nikolaus Rappert dankte namens der Gemeinde Seiner Eminenz für die Initiative, eine Kapelle zu errichten, und für seinen unermüdlichen Einsatz, die Bauarbeiten voranzubringen. Ohne ungezählte Stunden der Planung, der Kommunikation mit Architekten, Handwerkern, Behörden, Wohltätern, Gemeindemitgliedern, ohne stetige Kontrolle der Fortschritte, wäre dieses Projekt undenkbar gewesen, und all dies habe der Metropolit auf seine Schultern genommen, um einen neuen Ort zu schaffen, an dem Menschen ihr geistliches zu Hause finden können.
Die Kapelle werde sonntags der deutschsprachigen Gemeinde zum Heiligen Johannes Chrysostomos zur Verfügung stehen, soll aber auch wochentags ein Ort des Gebets und des Lobpreises Gottes für alle Mitglieder der Metropolis von Austria werden.

Quelle: http://www.metropolisvonaustria.at

Einladung

Liebe Väter
Liebe Kolleginnen und Kollegen
Liebe Studierende und Freunde
Hiermit darf ich Sie / Euch auf zwei kommende Veranstaltungen am Fachbereich Ostkirchenkunde der Kath.-Theol. Fakultät aufmerksam machen und Sie / Euch dazu herzlich einladen:

Erzpriester Prof. Khulap aus St. Petersburg hält nächste Woche einen Vortrag über theologische Ausbildung in Russland (auf Deutsch).
• Priester Prof. Djakovac aus Belgrad hält übernächste Woche drei spannende Vorträge im Bereich der orthodoxen Bioethik und Ethik (auf Englisch).

Weitere Informationen entnehmen Sie aus den angehängten Dateien. (Klicken)
Mit herzlichen Grüssen
Ass.-Prof. Dr. Ioan Moga
Orthodoxe Theologie
Institut für Historische Theologie
Katholisch-Theologische Fakultät
Universität Wien

Metropolit: Orthodoxe seit Jahrhunderten Bestandteil Österreichs

Festakt in Wiener Dreifaltigkeitskathedrale zum Jubiläum "50 Jahre Orthodoxengesetz" mit Patriarchen Bartholomaios I. und Theodoros II. sowie Kardinal Kurt Koch - Wiener Metropolit Arsenios betont Verantwortung der orthodoxen Kirche für Vertiefung christlicher Werte in der österreichischen Gesellschaft

Mit einem Festakt in der Wiener orthodoxen Dreifaltigkeitskathedrale ist am Dienstagabend das Jubiläum "50 Jahre Orthodoxengesetz" begangen worden. Metropolit Arsenios (Kardamakis), der Vorsitzende der Orthodoxen Bischofskonferenz in Österreich, konnte dazu u.a. den Ökumenischen Patriarchen Bartholomaios I., Ehrenoberhaupt der Weltorthodoxie, und Kardinal Kurt Koch, Präsident des vatikanischen Einheitsrates, begrüßen. Wie der Metropolit betonte, seien die orthodoxen Christen schon seit Jahrhunderten ein fester Bestandteil der österreichischen Gesellschaft. Mit dem "Orthodoxengesetz" habe die Orthodoxie in Österreich 1967 aber eine neue juristische Grundlage für ihr kirchliches und gesellschaftliches Wirken erhalten.
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Neues griechisch-deutsches Gebetbuch "Proseuchitarion"

Patriarch Bartholomaios I.: "Hilfe für eine lebendige Beziehung mit dem barmherzigen Gott"

Die griechisch-orthodoxe Metropolis von Austria hat - mit dem Segen von Metropolit Arsenios (Kardamakis) - die erste Auflage ihres neuen Gebetbuchs "Proseuchitarion" herausgebracht. Das Gebetbuch der Metropolis kann ab sofort in griechisch-deutscher Ausführung über das Metropolis-Sekretariat (kirche@metropolisvonaustria.at) bestellt und auch in der Kathedrale am Fleischmarkt erworben werden, wie die Stiftung "Pro Oriente" am Dienstag berichtet.

"Das Gebet ist der Ort, aber auch die Art und Weise der Begegnung mit Gott", betont der Ökumenische Patriarch von Konstantinopel, Bartholomaios I. in seinem Vorwort für das Gebetbuch. Das vorliegende Buch möchte daher eine Hilfe sein, in "eine intensivere und lebendige Beziehung mit dem liebenden und barmherzigen Gott" einzutreten. Denn "die Seele ist tot ohne das Gebet", wie es der Heilige Johannes Chrysostomos ausgedrückt habe.

Im neuen Gebetbuch der Metropolis von Austria sind u.a. Morgen- und Abendgebet, Tischgebete, Österliches Gebet, Marienhymnus "Hymnos Akathistos", Nachtgebete, Bußgebet, Kommunionvorbereitung, Danksagung, Gebete zur Dreifaltigkeit, Gebete für Schüler und Studenten sowie Gebete in Krankheiten enthalten. Herausgegeben wurde das "Proseuchitarion" durch den neu gegründeten Verlag der Metropolis. Das in Leder gebundene Gebetbuch mit Goldprägung ist in vier verschiedenen Farbausführungen erhältlich und kostet 19 Euro.

Quelle:
kathpress

Neuer Bischof für russisch-orthodoxe Kirche von Wien ernannt

Bischof Antonij (Sevrjuk)Mit 1. Februar hat der Moskauer Patriarch Kyrill Erzbischof Antonij (Sevrjuk) offiziell zum Diözesanbischof der russisch-orthodoxen Eparchie von Wien und Budapest ernannt, wie der Orthodoxe Informationsdienst (OID) mitteilte. Bischof Antonij war bereits Ende Dezember vom Heilige Synod des Moskauer Patriarchats zum Administrator der Diözese von Wien/Österreich und Budapest/Ungarn ernannt worden. Mit der "Aufwertung" zum Erzbischof bzw. Diözesanbischof sind nun auch weiterreichende Vollmachten verbunden. mehr…

Heiligenfeste in Ost und West

Die Gemeinsame Kommission der Deutschen Bischofskonferenz und der Orthodoxen Bischofskonferenz in Deutschland hat ein neues Dokument mit dem Titel „Christus feiern mit der Gottesmutter und allen Heiligen“ auch im Internet bereitgestellt.

Wie die bisherigen Veröffentlichungen der Reihe über das Kirchenjahr in der Tradition des Ostens und des Westens über den
„Der Sonntag – ‚Urfeiertag‘ der Christen“ (2010), „Ostern – das Hauptfest der Kirche in Ost und West“ (2012) und „Weihnachten – die Feier der Menschwerdung Gottes in Jesus Christus“ (2014) zeigt auch das neue Dokument die tiefe Verbundenheit in Theologie und Frömmigkeit zwischen Ost und West. Viele der beschriebenen Feste sind in beiden Traditionen verankert und werden häufig auch am gleichen Tag gefeiert.

Sehr empfehlenswert!

"Kathpress" verstärkt Berichterstattung über Orthodoxie

In Österreich leben bis zu 450.000 orthodoxe Christen - Sieben orthodoxe Kirchen haben in Österreich kirchliche Strukturen - Neues "Kathpress"-Produkt "Information Orthodoxie" mit umfangreicher Berichterstattung

"Kathpress" verstärkt ab sofort die Berichterstattung über die Orthodoxe Kirche in Österreich und weltweit. Damit soll vor allem auch die bunte Vielfalt und der spirituelle Reichtum der Orthodoxie in Österreich einem breiteren Publikum zugänglich gemacht werden. Die Initiative erfolgt in Kooperation mit den Stiftungen "Living Together" und "Pro Oriente" und wird auch von der Orthodoxen Bischofskonferenz in Österreich unterstützt.

14-tägig erscheint dazu ein neues Produkt: "Information Orthodoxie". Dieses beinhaltet alle im jeweiligen Zeitraum von "Kathpress" über die Orthodoxie veröffentlichten Meldungen sowie in der Rubrik "Hintergrund & Dokumentation" bislang unveröffentlichtes Material. "Information Orthodoxie" wird Form einer gestalteten PDF per E-Mail ausgeliefert und kann bis auf weiteres kostenlos bestellt werden unter
www.kathpress.at/information-orthodoxie.

Offizieller Start des Projekts ist in der "Weltgebetswoche für die Einheit der Christen" (18. bis 25. Jänner). Die erste reguläre Ausgabe von "Information Orthodoxie" ist am Dienstag, 23. Jänner, erschienen.

In Österreich leben zwischen 400.000 und 450.000 orthodoxe Christen. Genaue Zahlen gibt es (seit 2001) nicht mehr. Sieben orthodoxe Kirchen haben hierzulande kirchliche Strukturen und sind in der Orthodoxen Bischofskonferenz vertreten: Das Patriarchat von Konstantinopel (griechisch-orthodox), das Patriarchat von Antiochien, die Russisch-orthodoxe Kirche, die Serbisch-orthodoxe Kirche, die Rumänisch-orthodoxe Kirche, die Bulgarisch-orthodoxe Kirche und die Georgisch-orthodoxe Kirche. Manche Kirchen sind mit zahlreichen Gläubigen in ganz Österreich vertreten und beheimatet, andere bestehen nur aus einer kleinen Zahl von Gläubigen mit nur wenigen bis einer Kirchengemeinde.

Dem Ökumenischen Patriarchat von Konstantinopel (griechisch-orthodox) gehören etwa 35.000 Gläubige an, der Russisch-orthodoxen Kirche (Moskauer Patriarchat) bis zu 40.000. Die meisten orthodoxen Gläubigen in Österreich zählt mit bis zu 300.000 die Serbisch-orthodoxe Kirche. Zur Rumänisch-orthodoxen und Bulgarisch-orthodoxen Kirche gehören auch jeweils rund 40.000 Gläubige. Zur Georgisch-orthodoxen Kirche bzw. dem Patriarchat von Antiochien gehören in Österreich hingegen nur einige Hundert bis Tausend Gläubige. Wiewohl die große Mehrheit der orthodoxen Christen im Großraum Wien lebt, gibt es auch in den Bundesländern inzwischen viele lebendige Gemeinden.

(Infos:
www.orthodoxe-kirche.at und www.kathpress.at/information-orthodoxie)

Einladung: Ökumenischer Wortgottesdienst in der koptisch-orthodoxe Kathedrale

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Am 6. Jänner "Große Wasserweihe

Pasted GraphicDer griechisch-orthodoxe Metropolit Arsenios (Kardamakis) wird am Samstag, 6. Jänner, am Wiener Donaukanal bei der Schwedenbrücke die "Große Wasserweihe" zelebrieren. Dieser traditionelle Ritus gehört zu den eindrucksvollsten Feiern der Orthodoxen Kirche und wird zum Gedenken an die Taufe Jesu am Tag der Erscheinung des Herrn (Epiphanie) in der Orthodoxie weltweit begangen. Höhepunkt des von Psalmen, Bibellesung und Gebet getragenen Wortgottesdienstes ist das dreimalige Untertauchen eines kunstvollen Holzkreuzes durch den Metropoliten. Mit dem Kreuz werden der Donaukanal und alle Gewässer, die Anwesenden und die ganze Stadt Wien gesegnet.

In Wien wurde die Tradition der Wasserweihe 2007 von Metropolit Michael (Staikos) begründet. Der orthodoxe Segensgottesdienst ist mittlerweile ein selbstverständlicher Bestandteil des religiösen Brauchtums in der Bundeshauptstadt geworden. Die Feier am Donaukanal findet um die Mittagszeit statt, nach dem orthodoxen Festgottesdienst in der griechisch-orthodoxen Dreifaltigkeitskathedrale (Fleischmarkt 13). Im Laufe des Jänner wird der Segensgottesdienst dann auch noch in weiteren Städten in Österreich stattfinden, wo es größere orthodoxe Gemeinden gibt.

An der Feier in Wien werden nicht nur griechisch-orthodoxe Gläubige des Ökumenischen Patriarchats teilnehmen, sondern auch Gläubige anderer orthodoxer Kirchen - etwa der rumänisch-orthodoxen und bulgarisch-orthodoxen -, die so wie das Ökumenische Patriarchat den Weihnachts-Festkreis nach dem Gregorianischen Kalender begehen und daher wie Katholiken und Protestanten am 6. Jänner das Epiphanie-Fest feiern. (Andere orthodoxe Kirchen, etwa die russisch-orthodoxe und die serbisch-orthodoxe feiern den Weihnachtsfestkreis nach dem Julianischen Kalender. Für sie ist am 6. Jänner der Heilige Abend und am 7. Jänner der Christtag.)

Durch die Taufe Jesu durch Johannes im Jordan wurde laut orthodoxer Theologie das Wasser dieses Flusses und aller Flüsse weltweit gesegnet. Deshalb werde, wie die orthodoxen Theologen betonen, mit der Großen Wasserweihe die ganze Natur und Schöpfung geweiht. In der Wasserweihe komme daher auch der Einsatz der Christen für die "Bewahrung der Schöpfung" zum Ausdruck.

Die Große Wasserweihe kam von Jerusalem über Konstantinopel (Istanbul) nach Osteuropa. Besonders feierlich wird sie seit dem 19. Jahrhundert in Konstantinopel und Moskau, aber auch in den Zentren der Orthodoxie in den USA begangen. In Konstantinopel und in Moskau wird das Kreuz im Wasser versenkt, junge Leute tauchen danach, der Finder des Kreuzes überreicht es dem Patriarchen.

(Infos:
www.metropolisvonaustria.at)

Jetzt beginnen die großen orthodoxen Weihnachtsfeiern

Ostkirchen-Weihnacht auch in Wien große Attraktion - Feierdatum am 6./7. Jänner ergibt sich aus unterschiedlichen Kalendern von West- und Ostkirchen

In wenigen Tagen beginnen die großen orthodoxen und altorientalischen Weihnachtsfeiern. Das Fest, das am 6. und 7. Jänner gefeiert wird, begehen in Wien viele Menschen mit Migrationshintergrund auch im öffentlichen Raum - mit Märkten, mit traditionellen Bräuchen und mit Gesängen. Dies zieht auch viele Nichtorthodoxe an.

Allerdings feiern nicht alle orthodoxen Kirchen erst im Jänner: So haben die orthodoxen Kirchen von Konstantinopel, Alexandrien, Antiochien, Rumänien, Bulgarien, Zypern, Griechenland, Albanien und Finnland das Weihnachtsfest schon hinter sich. Es wird bei ihnen so wie im Westen am 24./25. Dezember gefeiert. Diese Ostkirchen, mit den Griechen an der Spitze, haben nämlich zu Beginn des 20. Jahrhunderts den Gregorianischen Kalender übernommen.

Demgegenüber feiern etwa Serben und Russen das Fest noch nach dem östlichen (Julianischen) Kalender. Dieser hinkt seit der Kalenderreform des Jahres 1582 dem damals eingeführten westlichen Gregorianischen Kalender 13 Tage hinterher. Die orthodoxen, ukrainisch-unierten und koptischen Weihnachtsgottesdienste finden demnach am 6. Jänner (Heiliger Abend) und 7. Jänner (Christtag) statt. Wiederum etwas anders ist die Lage bei den Armeniern: Dort wird der Heilige Abend am 5. Jänner gefeiert und der Christtag am 6. Jänner.

In der Bundeshauptstadt feiern die großen Gemeinden der russisch-, ukrainisch-, serbisch- und arabischstämmigen Wiener in der Nacht von Samstag auf Sonntag u.a. in drei Domkirchen - der russisch-orthodoxen Nikolauskathedrale im 3. Bezirk, der serbisch-orthodoxen St.-Sava-Kathedrale im gleichen Bezirk und der koptisch-orthodoxen Marienkathedrale im 22. Bezirk - die Geburt Jesu. Das Weihnachtsdatum nach dem Julianischen Kalender gilt zudem in der äthiopisch-orthodoxen und syrisch-orthodoxen Kirche. Auch diese Kirchen stellen in Wien und Umgebung große Gemeinden, mit jeweils mehreren Tausend Gläubigen.

"Nachtwache des Heiligen Abends"
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Katholische und orthodoxe Bischöfe wollen gemeinsam tagen

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Kardinal Schönborn und Metropolit Arsenios bestätigen gegenüber "Kathpress" Wunsch nach gemeinsamer Vollversammlung von katholischer und orthodoxer Bischofskonferenz - Noch kein konkreter Termin fixiert - Orthodoxe Bischöfe berieten über Krankenhaus-, Militär- und Jugendseelsorge

Sowohl von Seiten der katholischen wie auch der orthodoxen Bischofskonferenz in Österreich gibt es den Wunsch, in absehbarer Zeit eine gemeinsame Vollversammlung abzuhalten. Das wurde "Kathpress" am Dienstag von den Vorsitzenden beider Bischofskonferenzen, Kardinal Christoph Schönborn und Metropolit Arsenios (Kardamakis), bestätigt. Vor einem Jahr hatten katholische Bischöfe und evangelische Kirchenleitung gemeinsam in Eisenstadt getagt.
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WIEN: GRUNDSTEINLEGUNG FÜR NEUE RUMÄNISCH-ORTHODOXE PFARRKIRCHE IN DER LEOPOLDSTADT

Hunderte „wetterfeste Christen“ harrten stundenlang im strömenden Regen aus – Das neue Gotteshaus wird sich am Vorbild der berühmten Klosterkirchen in der Moldau und in der Bucovina orientieren – Projekt wurde tags zuvor im „Otto Mauer-Zentrum“ präsentiert
Wien, 17.09.17 (poi) Hunderte wetterfeste rumänisch-orthodoxe Christen harrten am Sonntagvormittag unter strömendem Regen bei der Göttlichen Liturgie und der Grundsteinlegung für die neue rumänisch-orthodoxe Pfarrkirche an der künftigen Bruno Marek-Allee im Stadterneuerungsgebiet in Wien-Leopoldstadt aus. Unter dem Vorsitz des für Wien zuständigen rumänisch-orthodoxen Metropoliten für Mitteleuropa, Serafim (Joanta), fanden auf dem Bauplatz des künftigen Gotteshauses auf dem Gelände des einstigen Frachtenbahnhofs des Nordbahnhofs zunächst das Morgenlob, dann die Göttliche Liturgie und schließlich die Grundsteinlegung statt. Sowohl für den Klerus auf der Altarinsel als auch für die Gläubigen waren Zelte aufgestellt, viele hielten aber auch im Freien unter Schirmen dem Regen stand. Der Bezirk Leopoldstadt hatte 2014 (damals noch unter dem mittlerweile abgelösten und kurze Zeit später verstorbenen Bezirksvorsteher Karlheinz Hora) an alle Religionsgemeinschaften appelliert, im Sinne aktueller stadtplanerischer Überlegungen im Neubaugebiet ex-Nordbahnhof ein spirituelles Zentrum zu errichten. Die rumänisch-orthodoxe Kirche war die einzige Religionsgemeinschaft, die dieser Einladung entsprach. Nach Angaben des Architekten-Ehepaares Georg und Mihaela Baldass (das schon die rumänisch-orthodoxe Kirche an der Simmeringer Hauptstraße entworfen hat) wird sich das neue Gotteshaus an der Bruno Marek-Allee an den „klaren Formen“ der Moldau-Klöster wie Sucevita orientieren: Geplant ist eine 400 Qadratmeter große Dreikonchen-Kirche mit Pantokratorturm, freistehendem Glockenturm, wie er in der Bucovina üblich ist, verbunden mit zwei Gebäuden, in denen u.a. das Pfarrbüro, die Pfarrerwohnung, ein Kindergarten (in Trägerschaft der katholischen St. Nikolaus-Stiftung) Platz finden werden. Seelsorger der neuen Gemeinde und Projektleiter des Gesamtvorhabens ist der rumänisch-orthodoxe Priester Emanuel-Stefan Nutu. Die Erwartungen der Leopoldstadt an das neue religiöse Zentrum sind hoch, so der Vizevorsitzende der Bezirksvertretung, Bernhard Seitz: „Wir hoffen, dass diese rumänisch-orthodoxe Gemeinde Teil unserer Identität wird. Die Leopoldstadt steht heute für gute Nachbarschaft, Toleranz und Respekt“. mehr…

Wien bekommt neue rumänisch-orthodoxe Kirche

In Wien-Leopoldstadt soll eine neue rumänisch-orthodoxe Kirche gebaut werden. Zur Grundstücksweihe und Grundsteinlegung am kommenden Sonntag, 17. September, wird eigens der für Österreich zuständige Metropolit Serafim Jonta anreisen. Er steht um 10 Uhr einer Göttlichen Liturgie auf dem neuen Grundstück in der auf dem Nordbahnhofgelände entstehenden Bruno-Marek-Allee vor. Im Anschluss an den Gottesdienst (ca. 12.30 Uhr) wird er den Bauplatz weihen und die Grundsteinlegung vornehmen. Der geplante Kirchenbau orientiert sich stark an der dem Heiligen Georg geweihten Kirche im rumänischen Kloster Voronet. Diese Klosterkirche wird wegen der exzellenten Fresken auch "Sixtinische Kapelle des Ostens" bezeichnet. Mit dem Bau der neuen Kirche in Wien könnte dem Vernehmen nach 2018 begonnen werden.

Die rumänisch-orthodoxe Kirchengemeinde besitzt in Wien bereits zwei Kirchen: die 2009 fertiggestellte Andreas-Kirche im 11. Bezirk (Simmering) und die 2014 von der Erzdiözese Wien übergebene Antonskirche im 15. Bezirk (Rudolfsheim-Fünfhaus). Neben Wien gibt es in Österreich weitere rumänisch-orthodoxe Gemeinden bzw. Gottesdienststätten in Salzburg, Graz, Linz, Klagenfurt, Knittelfeld, Feldkirch, St. Pölten, Wiener Neustadt, Innsbruck, Krems, Amstetten und Oberpullendorf. Die Zahl der rumänisch-orthodoxen Gläubigen in Österreich liegt Schätzungen zufolge bei mehr als 40.000. Genaue Daten gibt es nicht.

Die rumänisch-orthodoxen Kirchengemeinden in Österreich gehören zur Diözese Zentral- und Mitteleuropa. Zuständiger Bischof ist Serafim Romul Joanta mit Sitz in Nürnberg. In Österreich steht Bischofsvikar Nicolae Dura den rumänischen Gemeinden vor. (Infos:
www.rumkirche.at)

Quelle: Katholische Presseagentur Kathpress, www.kathpress.at

Russische Orthodoxie sieht Fortschritt im Dialog mit Katholiken

Russlands orthodoxe Kirche sieht einen "bedeutenden Fortschritt" im Dialog mit der katholischen Kirche. In den vergangenen zehn Jahren habe sich viel in der Beziehung zueinander getan; ebenso zwischen Russland und dem Heiligen Stuhl, sagte der Außenamtschef des Moskauer Patriarchats, Metropolit Hilarion, der italienischen Tageszeitung "Il sole 24 ore" (Donnerstag). Einigkeit bestehe etwa bei aktuellen Problemen wie dem Verlust spiritueller Werte und Christenverfolgung. "Das ist ein Problem, welches sowohl die orthodoxe Kirche als auch den Heiligen Stuhl aus ganzer Seele beunruhigt, und uns antreibt, unsere Kräfte zu vereinen um eine gemeinsame Lösung zu finden", so der Metropolit.

Hilarion äußerte sich anlässlich des bevorstehenden Moskau-Besuchs von Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin von Sonntag bis Donnerstag. Als Hauptthemen nannte er die Lage im Nahen Osten und in der Ukraine; auch eine Friedenslösung für Syrien werde sicher Thema sein. Parolins Besuch könne dazu beitragen, verschiedene Blickwinkel anzunähern und gemeinsame Lösungen für verschiedene Probleme zu finden, so Hilarion, der auch selbst mit Parolin zusammentreffen wird. "Ich werde mit ihm das gesamte Spektrum der bilateralen Beziehungen zwischen der russisch-orthodoxen und der katholischen Kirche erörtern und hoffe, dass wir neue Perspektiven zur weiteren Entwicklung abstecken können".

Mit Blick auf die Ukrainische Griechisch-Katholische Kirche sagte er, dies sei immer noch "die heikelste Frage in den Beziehungen der beiden Kirchen". Zugleich würdigt der Außenamtschef des Moskauer Patriarchats in dem Interview die Aufnahme voller diplomatischer Beziehungen zwischen Russland und dem Vatikan im Jahr 2009 sowie das historische erste Treffen von Papst Franziskus und Patriarch Kyrill I. 2016 in Havanna/Kuba, in dessen Folge sich die Zusammenarbeit beider Kirchen weiter verstärkte.

Quelle: Katholische Presseagentur Kathpress,
www.kathpress.at

Serbischer Bischof würdigt Vielfalt der Kirchen

Für Österreich, Schweiz und Deutschland zuständiger Bischof Andrej in Zeitschrift "Religion & Gesellschaft": "Unsere Gläubigen respektieren Traditionen anderer Kirchen und versuchen, sich zu integrieren"

Der serbisch-Orthodoxe Bischof Andrej (Cilerdzic) will sich um weitere Fortschritte in der Ökumene bemühen und sieht dabei als Ziel keine "uniforme Einheit", sondern eine Vielfalt und "versöhnte Verschiedenheit". Andrej Cilerdzic ist seit 2014 Bischof von Österreich, der Schweiz, Italien und Malta. Sein Bischofssitz ist Wien. In Österreich ist er für rund 30 Gemeinden verantwortlich, in der Schweiz sind es zwölf, in Italien sechs und auf Malta eine. Vor kurzem wurde er zudem zum Administrator der Diözese Deutschland ernannt. Er äußerte sich in der aktuellen Ausgabe der in der Schweiz erscheinenden Fachzeitschrift "Religion & Gesellschaft".

Die Orthodoxen in der Schweiz hätten mittlerweile "viel Sensibilität und Fingerspitzengefühl für das hiesige kirchliche und gesellschaftliche Leben entwickelt", so der Bischof. Mit Blick auf die reformierte Kirche beinhalte dies auch einen "gewissen Respekt" davor, dass dort auch Frauen ordiniert werden. Cilerdzic: "Da gibt es für uns Orthodoxe nichts zu streiten. Eine andere Frage ist, ob dieser Schritt theologisch gerechtfertigt gewesen ist, aber das steht auf einem anderen Blatt. Hier geht es darum, Respekt voreinander zu haben und Vielfalt als etwas zu bejahen, das zu unserem modernen Leben dazu gehört."

Als für die Schweiz zuständiger Bischof könne er sagen, "dass unsere Gläubigen die Traditionen der anderen Kirchen respektieren und versuchen, sich zu integrieren". Vor diesem Hintergrund sehe er die Bestrebungen zu einer engeren Kooperation zwischen Staat und Orthodoxer Kirche, wie sie gegenwärtig in den Kantonen Waadt, St. Gallen und Zürich diskutiert werden, "eigentlich als Selbstverständlichkeit an". Die Situation in der Schweiz mit ihren 26 Kantonen sei freilich grundsätzlich komplex. (In Zürich wurde beispielsweise 2014 der "Verband Orthodoxer Kirchen im Kanton Zürich" mit dem Fernziel der öffentlich-rechtlichen Anerkennung im Kanton gegründet.)

In Österreich sei die Ausgangslage einfacher. Hier regle das Orthodoxengesetz die Beziehungen zwischen Staat und orthodoxer Kirche. "Zudem haben wir in Wien mit Metropolit Arsenios (Kardamakis) einen sehr talentierten Vorsitzenden, der die Bischofskonferenz sehr gut leitet und die Kontakte zu staatlichen Stellen pflegt", so Cilerdzic wörtlich.

Kirche in Serbien sollte "politischer" sein

Für Serbien wünsche er sich, "dass der Kirche mehr Möglichkeiten gegeben werden sollten, zu gesellschaftlichen Fragen öffentlich Stellung zu beziehen", so der Bischof: "Als Orthodoxer in Westeuropa nehme ich sehr stark wahr, dass die Kirchen an großen Festen wie Weihnachten und Ostern Botschaften zu sozialen Fragen herausgeben, und dass sie so ein zusätzliches Verantwortungsgefühl für die Gesellschaft zeigen."

Es freue ihn beispielsweise, so Cilerdzic, "wenn die evangelische oder katholische Kirche in Deutschland das Recht der Menschen auf Arbeit ansprechen". Ähnliches wäre auch für Serbien und die Orthodoxie vor Ort wünschenswert.

Quelle: Katholische Presseagentur Kathpress, www.kathpress.at

NEUE BULGARISCH-ORTHODOXE PFARRKIRCHE IN WIEN GEWEIHT

Der für West- und Mitteleuropa zuständige Metropolit Antonij würdigte bei der Weihe die Tätigkeit des Wiener bulgarisch-orthodoxen Pfarrers Ivan Petkin und die gute Zusammenarbeit mit offiziellen bulgarischen und österreichischen Stellen bei der Realisierung des Kirchenbauprojekts

Wien, 11.06.17 (poi) Die neue bulgarisch-orthodoxe Kirche in der Dunklergasse im 12. Wiener Bezirk sei ein „Symbol von Glaube, Hoffnung und Liebe“ der bulgarischen Christen in Wien, betonte der für West- und Mitteleuropa zuständige bulgarisch-orthodoxe Metropolit Antonij (Mihalev) am Sonntag bei der Weihe des neuen Gotteshauses, das in einen Wohnblock integriert ist. Der Metropolit dankte in besonderer Weise dem Wiener bulgarisch-orthodoxen Pfarrer, Erzpriester Ivan Petkin, ohne dessen Einsatz die Erbauung und Eröffnung der dem Heiligen Ivan Rilski (Johannes von Rila) geweihten Kirche nicht möglich gewesen wäre.

Die neue Kirche mit ihrem eindrucksvollen Freskenschmuck festige das Vertrauen und die Zuversicht, dass die zahlreichen in Wien lebenden Bulgaren vom bulgarischen Staat und von der bulgarischen Kirche nicht vergessen werden, so der Metropolit. Ohne die Unterstützung durch das Amt des bulgarischen Ministerpräsidenten, das Religionsamt in Sofia und die Bulgarische Botschaft in Wien wäre die Verwirklichung des Kirchenbauprojekts nicht möglich gewesen. Ihnen allen sei die wichtige Rolle der bulgarisch-orthodoxen Kirche bei der Betreuung der in der Emigration lebenden orthodoxen Gläubigen bewusst. Zugleich dankte der Metropolit auch den österreichischen Behörden für Unterstützung und Zusammenarbeit bei der Realisierung des Kirchenbaus.

An der Kirchweihe und der Göttlichen Liturgie nahmen u.a. auch der Wiener Weihbischof Helmut Krätzl, die bulgarische Spitzendiplomatin (und frühere Botschafterin ihres Landes in Wien) Elena Shekerletova, und der Vorsitzende der Österreichisch-bulgarischen Gesellschaft, Karl Blecha, teil.

Quelle: http://www.pro-oriente.at/News/

Orthodoxes Ökumene-Bekenntnis trotz Hardlinern in eigenen Reihen

Vertreter des Ökumenischen Patriarchats beim Weltkirchenrat in Genf, Erzbischof Job Getcha, im "Kathpress"-Interview über anti-ökumenische Bewegungen in einzelnen orthodoxen Kirchen, die Folgen des Panorthodoxen Konzils und den offiziellen katholisch-orthodoxen Dialog

Fundamentalistische, anti-ökumenische Bewegungen in einzelnen orthodoxen Kirchen sieht Erzbischof Job (Getcha) als ein, wenn nicht "das" große Problem innerhalb der Weltorthodoxie, das anstehende Reformen verhindert. Die Kirchenleitungen hätten Angst vor Hardlinern in den eigenen Reihen und scheuten innerkirchliche Konflikte, so Getcha im Interview mit "Kathpress". Trotzdem zeigte er sich grundsätzlich zuversichtlich. Zur Ökumene gebe es keine Alternative.

Der Erzbischof ist Vertreter des Ökumenischen Patriarchats beim Weltkirchenrat in Genf und Ko-Vorsitzender der Offiziellen Internationalen orthodox-katholischen Dialogkommission. Getcha hat dieser Tage Wien besucht, wo er u.a. an der Universität einen Vortrag über aktuelle Entwicklungen in der Orthodoxie und Chancen und Herausforderungen für die Ökumene hielt. Er traf sich zudem zu ausführlichen Beratungen mit den Verantwortlichen der Stiftung "Pro Oriente".

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Lesenswert: Kathpress Schwerpunkt über Armenien

Armenien war das erste Land, das den christlichen Glauben zur Staatsreligion machte: Trotz langer Sowjetherrschaft gehören heute wieder 90 Prozent der Bevölkerung der armenisch-apostolischen Kirche an. Sie bildet eine wichtige Klammer für die Identität und Kultur der rund drei Millionen Einwohner.

Fakten und viel mehr auf Kathpress

CHRISTENVERFOLGUNG: „NUR DIE LIEBE KANN DEN HASS ÜBERWINDEN“

Kardinal Schönborn und Außenminister Kurz in der Kirche Maria vom Siege bei Gebetsversammlung zum Gedenken an die koptischen Märtyrer der jüngsten Zeit – Bischof Gabriel: Christentum wird gestärkt aus der Verfolgung hervorgehen
Nur die Liebe kann den Hass überwinden: Dies betonte Kardinal Christoph Schönborn am Sonntagabend in der jetzt koptischen Kirche Maria vom Siege am Wiener Mariahilfer Gürtel beim Gebet für die verfolgten Christen. Der Wiener Erzbischof berichtete von seiner Begegnung im letzten Herbst mit den Familien der in Libyen von IS (Daesh)-Terroristen ermordeten koptischen Arbeitsmigranten. Auf den Gesichtern der Frauen dieser jungen Märtyrer sei kein Hass gewesen, keine Bitterkeit, ein großer Schmerz, aber auch ein Leuchten. „Hier wurde deutlich, dass ein Sieg errungen ist über den Hass“, sagte der Kardinal. Den koptischen Märtyrern der letzten Jahre, der koptischen Kirche insgesamt, sei für ihr Zeugnis zu danken, betonte Schönborn. Der Dank gelte aber auch dem ägyptischen Präsidenten Abd-el-Fattah al-Sisi, der in der im Bau befindlichen neuen Hauptstadt Neu-Kairo eine Kathedrale für die Märtyrer bauen lasse als Zeichen, „dass der Hass Ägypten nicht auseinanderbrechen lässt“. Das Zeugnis der koptischen Märtyrer bedeute, dass „der Weg der Liebe in unserer friedlosen Welt stärker sein wird als der Hass“.
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Ab jetzt gegenseitige Anerkennung der Taufe von Kopten und Katholiken

Eine historische Vereinbarung der gegenseitigen Anerkennung der Taufe wurde unterzeichnet zwischen der katholischen und der koptisch-orthodoxen Kirche. In einer gemeinsamen Erklärung halten Papst Franziskus und Patriarch Tawadros II. fest, dass „die Taufe nicht zu wiederholen, die in einer unserer Kirchen einer Person gespendet wurde und die sich der anderen anschließen möchte“. Als Grund nennen sie „Gehorsam gegenüber den Heiligen Schriften und dem Glauben der drei Ökumenischen Konzilien in Nizäa, Konstantinopel und Ephesus“.

Quelle: Radio Vaticana

Metropolit Arsenios: Ostern kann "jegliche Finsternis besiegen"

Wiener orthodoxer Metropolit in Osterbotschaft: Es geht nicht nur um ein Ereignis aus der Vergangenheit, sondern um die Änderung des eigenen Lebens

Ostern als "Fest der Feste" beschränkt sich nicht auf einige wenige Tage des liturgischen Jahres, denn es ist das "Hochfest der Hochfeste", das der ganzen Existenz der Christen erst Sinn verleiht. Das Osterlicht könne jegliche Finsternis besiegen, betonte der orthodoxe Metropolit von Austria, Arsenios (Kardamakis), in seiner Osterbotschaft.

Wörtlich stellte der Metropolit fest: "Zu Ostern erinnern wir uns nicht nur einfach an ein Ereignis aus der Vergangenheit, sondern leben heute die Bedeutung des Opfers Christi, nicht nur emotional, sondern existenziell, als Zeichen der Änderung unseres eigenen Lebens, als Möglichkeit der Umkehr und Rückkehr zu Ihm." Die österliche Freude sei dann wahrhaft, wenn dieses Fest der Anlass wird, "das Reich Gottes zu leben", wenn "der alte Mensch zu neuem Leben geführt wird, zum Leben der Auferstehung".

Es sei sein Wunsch, so der Metropolit, dass das "Licht der Auferstehung Christi" die Schritte und den Weg der Menschen erleuchten möge: "Es erfasse mit seinem Schein die Familien und jeden einzelnen persönlich, damit sich das Leben an diesem unauslöschlichen Licht ausrichte, dem es möglich ist, jegliche Finsternis zu besiegen und die menschliche Existenz zu erleuchten."

Im Hinblick darauf, dass heuer "westliches" und "östliches" Osterfest auf den 16. April zusammenfallen, hatte sich Metropolit Arsenios vor kurzem in einem "Kathpress"-Interview dafür ausgesprochen, die Bemühungen für einen gemeinsamen Ostertermin zu intensivieren, um endlich immer gemeinsam das höchste Fest der Christenheit zu begehen. "Ostern sollte von allen Christen gemeinsam gefeiert werden", so der Metropolit wörtlich. Damit würden die Kirchen auch dem Willen Jesu entsprechen, "dass wir alle eins sind". Unabhängig vom Termin würde er sich aber auch mehr gemeinsame ökumenische Gottesdienste oder auch Gebetsfeiern in der Osterzeit wünschen, so der Metropolit.

Als Ostertermin hat das Konzil von Nicäa 325 den ersten Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond festgelegt. Als Frühlingsbeginn gilt dabei der 21. März. Frühester Ostertermin ist deshalb der 22. März, spätester der 25. April.

Seit dem 16. Jahrhundert folgen östliche und westliche Kirchen zur Berechnung des Ostertermins aber unterschiedlichen Kalendern: die orthodoxen und orientalisch-orthodoxen Kirchen richten sich nach dem auf Julius Caesar zurückgehenden Julianischen Kalender, katholische und evangelische Kirche folgen dem 1582 von Papst Gregor XIII. reformierten Gregorianischen Kalender. Gegenüber dem Gregorianischen Kalender liegt der 21. März des Julianischen Kalenders aber derzeit 13 Tage später, daher verschiebt sich das orthodoxe Osterfest manchmal um eine Mondphase. Die Ostertermine können deshalb bis zu fünf Wochen auseinander fallen.

Der nächste gemeinsame Ostertermin fällt auf das Jahr 2025. In diesem Jahr wird zugleich auch das 1.700-Jahr-Jubiläum des Konzils von Nicäa gefeiert. Es war das erste Konzil der damals noch ungeteilten Kirche. Teilnehmer waren die Bischöfe aus allen Teilen des Römischen Reiches. Von den Bischöfen aus anderen Staaten (etwa dem Persischen Reich usw.) konnten nur wenige teilnehmen.

Quelle: Katholische Presseagentur Kathpress, www.kathpress.at

Hier:
Die Osterbotschaft von Metropolit Arsenios im Wortlaut.

Metropolit Arsenios: Gedanken zum Osterfest

Hier: Die Osterbotschaft von Seiner Allheiligkeit Patriarch Bartholomaios im Wortlaut.

ÖSTERREICH: ÖKUMENE SOLIDARISCH MIT DEN KOPTEN

Vorsitzender des Ökumenischen Rates, Thomas Hennefeld, „entsetzt und betroffen“ über die Anschläge auf Kirchen in Tanta und Alexandrien – „Aber das Osterfest ist der Sieg des Lebens über den Tod“

Die Solidarität mit den ägyptischen Christen angesichts des Doppelattentats auf Kirchen in Tanta und Alexandrien am Palmsonntag hat der Vorsitzende des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ), Landessuperintendent Thomas Hennefeld (evangelisch-reformierte Kirche), in einem Schreiben an den für Österreich zuständigen koptischen Bischof Gabriel zum Ausdruck gebracht.

Wörtlich betonte Hennefeld in dem Schreiben: „Ich bin entsetzt und betroffen über die furchtbaren Anschläge mit vielen Toten und Verletzten in Tanta und Alexandrien. Besonders erschüttert bin ich darüber, dass der Angriff koptischen Kirchen galt, in denen Menschen den Gottesdienst zum Palmsonntag feierten. Ich bin in diesen Stunden in Gedanken und in meinen Gebeten bei unseren koptischen Geschwistern, die diesen Anschlägen zum Opfer gefallen sind. Mein Mitgefühl gilt den Familien und Angehörigen ebenso wie der koptischen Kirche in Österreich. In wenigen Tagen feiern wir Ostern. In diesem Jahr fällt der Ostersonntag in der westlichen und östlichen Christenheit zusammen. Das Osterfest ist der Sieg des Lebens über den Tod. Möge trotz aller Trauer und allen Schreckens diese österliche Botschaft den Menschen Trost und Kraft geben“.

Gastvortrag zum Thema „The Orthodox Church in the Diaspora - Chances for Ecumenism“

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Erzbischof Job (Getcha) von Telmessos ist als ständiger Repräsentant des Ökumenischen Patriarchats beim Ökumenischen Rat der Kirchen in Genf eine der wichtigsten Persönlichkeiten auf ökumenischen Gebiet von Seiten der Orthodoxie. In seinem Vortrag wird er über die Chancen und Möglichkeiten der orthodoxen Diaspora für das weite Feld der Ökumene sprechen, das er aus eigener Erfahrung sehr gut kennt. Als neuer Ko-Präsident [Nachfolger von Metropolit Johannes (Zizulas) von Pergamon] in der offiziellen, internationalen orthodox-katholischen Dialogkommission sind ihm die noch bestehenden Hindernisse auf dem Weg zur sichtbaren Einheit wohl bekannt. Trotzdem bekennt er sich ohne Einschränkung zur Weiterführung und Intensivierung des ökumenischen Dialogs. 
 
Link zur Veranstaltungswebsite:
http://ht-ktf.univie.ac.at/news-events/detail/news/the-orthodox-church-in-the-diaspora-chances-for-ecumenism/
 

Orthodoxer Metropolit Arsenios für gemeinsamen Ostertermin

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Alle Christen feiern heuer Ostern ausnahmsweise am gleichen Termin - Wiener Metropolit für mehr gemeinsame ökumenische Gottesdienste in der Osterzeit, um Einheit der Christen stärker zum Ausdruck zu bringen

2017 feiern alle 2,3 Milliarden katholische, evangelische und orthodoxe Christen das Osterfest zum gleichen Zeitpunkt. Das ist freilich eher selten, denn meistens feiern Ost- und Westkirche nicht am gleichen Tag. Der orthodoxe Metropolit Arsenios (Kardamakis) hat sich im "Kathpress"-Interview dafür ausgesprochen, die Bemühungen für einen gemeinsamen Ostertermin zu intensivieren, um endlich immer gemeinsam das höchste Fest der Christenheit zu begehen. "Ostern sollte von allen Christen gemeinsam gefeiert werden", so der Metropolit wörtlich. Damit würden die Kirchen auch dem Willen Jesu entsprechen, "dass wir alle eins sind". Unabhängig vom Termin würde er sich aber auch mehr gemeinsame ökumenische Gottesdienste oder auch Gebetsfeiern in der Osterzeit wünschen, so der Metropolit.

Als Ostertermin hat das Konzil von Nizäa 325 den ersten Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond festgelegt. Als Frühlingsbeginn gilt dabei der 21. März; frühester Ostertermin ist deshalb der 22. März, spätester der 25. April. Seit dem 16. Jahrhundert folgen östliche und westliche Kirchen zur Berechnung des Ostertermins aber unterschiedlichen Kalendern: die orthodoxen, orientalisch-orthodoxen und byzantinisch-unierten Kirchen richten sich nach dem auf Julius Caesar zurückgehenden Julianischen Kalender, katholische und evangelische Kirche folgen dem 1582 von Papst Gregor XIII. reformierten Gregorianischen Kalender.

Gegenüber dem Gregorianischen Kalender liegt der 21. März des Julianischen Kalenders aber derzeit 13 Tage später; daher verschiebt sich das orthodoxe Osterfest manchmal um eine Mondphase. Die Ostertermine können deshalb bis zu fünf Wochen auseinander fallen. Dazu kommt, dass in der orthodoxen Tradition das Osterfest auch nie vor dem jüdischen Pessachfest gefeiert wird, was dann nochmals zu Verschiebungen führen kann.

Einen konkreten Schritt hin zu einem gemeinsamen Termin hat die katholische Kirche im Nahen Osten gesetzt, wo sich die katholischen Minderheitskirchen in vielen Ländern an den Ostertermin der orthodoxen und altorientalischen Mehrheitskirchen richten. Metropolit Arsenios griff diesen Gedanken im "Kathpress"-Gespräch auf. So könnten im Umkehrschluss auch die orthodoxen Kirchen im Westen gemeinsam mit den Katholiken und Protestanten feiern. Er persönlich würde dies für sinnvoll erachten. Wenn es in der Debatte um einen gemeinsamen Ostertermin nicht bald substanzielle Fortschritte gibt - und danach sieht es derzeit nicht aus - dann feiern die Christen erst wieder 2025 gemeinsam Ostern.

Weitere Meldungen und Hintergrundberichte rund um Ostern bietet ein Kathpress-Themenpaket unter
https://www.kathpress.at/ostern.

Quelle: Katholische Presseagentur Kathpress, www.kathpress.at

Über das Fasten

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Als ein geistliches Unterfangen ist das wahre Fasten nicht zu trennen vom unaufhörlichen Gebet und von der aufrichtigen Umkehr. „Umkehr ohne Fasten ist nutzlos“ (Basileios der Große, Über das Fasten 1,3: PG 31 ,168A), ebenso wie Fasten ohne Werke der Barmherzigkeit tot ist, besonders heutzutage, wo die ungleiche und ungerechte Verteilung von Gütern ganze Völker ihres täglichen Brotes beraubt. „Da wir leiblich fasten, Brüder, lasst uns auch geistig fasten. Lasst uns jedes Band der Ungerechtigkeit zerreißen und jegliche Fessel des gewaltsamen Umgangs lösen. Lasst uns jedes ungerechte Urteil ablegen und den Hungrigen Brot geben und in unseren Häusern die Armen willkommen heißen, die kein Dach über dem Kopf haben“ (Sticheron in der Vesper vom Mittwoch der ersten Fastenwoche; vgl. Jes 58‚6-7). Fasten kann nicht auf den schlichten und formellen Verzicht auf bestimmte Nahrungsmittel reduziert werden. „So reicht es für ein lobenswertes Fasten nicht aus, auf Nahrungsmittel zu verzichten, lasst uns vielmehr in einer annehmbaren Weise fasten, die Gott wohlgefällig ist. Wahres Fasten wendet sich gegen das Böse, es ist Enthaltsamkeit der Zunge.; es bedeutet, den Zorn im Zaum zu halten und ist Trennung von Lüsten‚ übler Nachrede, Lüge und Meineid. Verzicht auf diese Dinge ist das wahre Fasten, und solch ein Fasten ist gut“ (Basileios der Große, Über das Fasten 2,7: PG 31, 196D). Verzicht auf bestimmte Nahrungsmittel beim Fasten und Mäßigung, nicht nur in dem, was wir essen, sondern auch wie viel wir essen, stellt den sichtbaren Aspekt dieses geistlichen Unterfangens dar. „Im wörtlichen Sinne ist Fasten Verzicht auf Nahrung, doch Nahrung macht uns weder mehr noch weniger gerecht. lm geistlichen Sinne ist es jedoch klar, dass für jeden von uns das Leben aus der Nahrung kommt und der Mangel von Nahrung ein Symbol des Todes ist, und folglich müssen wir uns notwendig weltlicher Dinge enthalten, damit wir der Welt sterben und daraufhin, dank der Teilhabe an der göttlichen Nahrung, in Gott leben“ (Klemens von Alexandrien, Von der prophetischen Ekloge: PG 9, 704D — 705A). Folglich betrifft das wahre Fasten das gesamte Leben der Glaubenden in Christus und wird gekrönt durch ihre Teilnahme am Gottesdienst, insbesondere am Mysterium der Heiligen Eucharistie.

Die Bedeutung des Fastens und seine Befolgung heute, Art. 3 (aus: Die offizielle Dokumente der orthodoxen Synode auf Kreta 18. bis 26. Juli 2016)