2017 gemeinsam Gottesdienst feiern

Pasted GraphicKatholiken und Lutheraner nähern sich an. Sie feiern und gedenken gemeinsam. Auch der Reformation vor 500 Jahren. Aber wie?
Hier finden Sie den Entwurf von Lutherischen Weltbund und Vatikan für einen ökumenischen Gottesdienst. Außerdem weitere Anregungen und Hintergründe für Ihre Gemeinde. Nach der Liturgie wird am 31. Oktober 2016 in Lund auch ein internationaler ökumenischer Gottesdienst von Papst Franziskus und LWB-Präsident Younan und Generalsekretär Junge gefeiert. Aber der Entwurf ist für die Gemeindeebene bestimmt. Und alle weltweit sind eingeladen, mitzufeiern.

Wissenswertes über Armenien

Kathedrale_Etschimadzin-etschimadzinPapst Franziskus besucht von 24. bis 26. Juni Armenien. Das Gedenken des Völkermordes an den Armeniern und eine Ökumene-Erklärung, die er gemeinsam mit dem armenisch-apostolischen Katholikos Karekin II. verabschiedet, sind die zentralen Höhepunkte des Besuchs. Dieser gilt freilich auch den höchsten 200.000 Katholiken im Land. Mehr als 90 Prozent der Armenier gehören der nicht mit Rom unierten Armenisch-apostolischen Kirche an. Die Beziehungen zwischen der Armenisch-apostolischen und Katholischen Kirche sind aber sehr gut.
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Quelle:
KATHPRESS

Die Armenier dürfen von sich behaupten, das älteste christliche Staatsvolk der Welt zu sein. Während in weiten Teilen West- und Mitteleuropas, die in unseren Tagen gerne mit dem sogenannten christlichen Abendland identifiziert werden, der christliche Glaube noch nicht vorgedrungen war, erhob der armenische König Trdat III. im Jahr 301 das Christentum zur Staatsreligion. Die Bekehrung des Königs wird Gregor Lusaworitsch dem Erleuchter zugeschrieben. Kirchlicher Tradition nach sollen jedoch schon im 1. Jahrhundert die beiden Apostel Judas und Thaddäus das Christentum nach Armenien gebracht haben, daher bezeichnet sich die Kirche selbst als Armenisch-Apostolische Kirche.
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1080 verlegten die Armenier aufgrund der Einfälle der Seldschuken ihr Zentrum vom Kaukasus an die heutige türkische Küste des östlichen Mittelmeeres und gründeten das Fürstentum von Kilikien, das bis 1375 bestand. 1097 gelangten die Kreuzfahrer in diese Region, von denen die Armenier eine Sicherung ihres Fürstentums erhofften. Es kam zu militärischer Unterstützung durch die Franken und das Fürstentum Kilikien wurde vom fränkischen Kaiser zum Königtum erhoben. Die Päpste strebten eine Union mit der Armenischen Kirche an; so sandte 1184 Lucius III. dem Katholikos Grigor IV. Tgha das Pallium als Zeichen seiner jurisdiktionellen Oberhoheit.
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Quelle:
Pro Oriente

Alles über das Panorthodoxe Konzil

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Von 19. bis 26. Juni findet auf Kreta ein historisches Ereignis statt: Das erste Panorthodoxe Konzil der Neuzeit. Erstmals kommen die Oberhäupter und weitere Vertreter aller 14 unabhängigen (autokephalen) orthodoxen Kirchen zu einem Konzil zusammen, auf dem verbindliche Beschlüsse für die Weltorthodoxie gefasst werden sollen. Die Orthodoxie selbst spricht vom "Heiligen und Großen Konzil". Weltweit gibt es rund 250 bis 300 Millionen Orthodoxe. In Österreich leben bis zu 400.000 orthodoxe Christen.

Den Vorsitz beim Konzil führt der Ökumenische Patriarch von Konstantinopel, Bartholomaios I. Er ist das Ehrenoberhaupt der Weltorthodoxie. "Der vorrangige Zweck und Sinn dieses Panorthodoxen Konzils ist es darzustellen, dass die orthodoxe Kirche die eine, heilige, katholische und apostolische Kirche ist, geeint in den Sakramenten, besonders in der Göttlichen Eucharistie, im orthodoxen Glauben, aber auch in der Konziliarität", schreibt der Ökumenische Patriarch in seiner Enzyklika zur Einberufung des Konzils.

Rund 350 Bischöfe werden am "Heiligen und Großen Konzil" der orthodoxen Kirche teilnehmen. Aus Österreich nimmt nach derzeitigem Stand der serbisch-orthodoxe Bischof Andrej (Cilerdzic) teil. Die einzelnen Kirchen sind durch Delegationen von maximal 24 Bischöfen sowie ihrem Vorsteher vertreten; die kleineren Kirchen erreichen diese Zahl nicht. Abgestimmt wird nicht nach dem Mehrheitsprinzip; jede Kirche hat eine Stimme. Für Entscheidungen ist Einstimmigkeit vorgeschrieben. Als Gäste sind auch Vertreter anderer Kirchen eingeladen.

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Quelle:
KATHPRESS