Einheitsübersetzung zeigt "mehr Mut zur Sprache der Bibel"

IMG_1025"Mehr Mut zur Sprache der Bibel" - das zeigt die überarbeitete Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift, die vergangene Woche von der Deutschen Bischofskonferenz vorgestellt wurde, nach dem Eindruck des Linzer Alttestamentlers em. Prof. Johannes Marböck. In einem Interview der Kooperationsredaktion österreichischer Kirchenzeitungen erklärte der in die Textrevision eingebundene Theologe, die Anfang 2017 im Buchhandel erhältliche neue Ausgabe sei sensibler für den Umgang der Juden mit dem Text, spreche immer wieder beide Geschlechter statt nur "Brüder", "Väter" oder "Söhne" an und sei in vielen Bereichen auch näher am Ursprungstext. Read More…

Papst im Kaukasus

Pasted GraphicVom 30. September bis 2. Oktober besucht Papst Franziskus die Kaukasus-Staaten Georgien und Aserbaidschan. Bei seiner Reise in die beiden früheren Sowjetrepubliken wird er u.a. mit dem georgisch-orthodoxen Patriarchen Elias zusammentreffen und eine Moschee besuchen. Mit den kleinen katholischen Gemeinden der zwei Staaten im Südkaukasus feiert er Gottesdienste.

Bewusst will der Papst mit seiner bislang 16. Auslandsreise einen Beitrag zum Frieden in der Region leisten, in der zuletzt im Juni der Konflikt um die Region Bergkarabach erneut aufgeflammt ist. Darauf deuten auch das Motto der Reise - in Georgien lautet es "Pax vobis", in Aserbaidschan "Ihr alle seid Brüder". Bereits im April hatte der Papst das Nachbarland Armenien besucht.

Quelle und weitere infos:
http://kathpress.at/goto/dossier/1422550/Papst_im_Kaukasus_


PRIESTERWEIHE IN DER ORTHODOXEN GEORGSKIRCHE

Metropolit Arsenios weihte Nikolaus Rappert zum Priester – Er wird für Krankenhaus- und Gefängnisseelsorge in Wien zuständig sein - „Ich bete, dass wir die Einheit der christlichen Kirchen erleben dürfen“
„Ich bete, dass wir die Einheit der christlichen Kirchen erleben dürfen“: Dies betonte Metropolit Arsenios (Kardamakis) am Sonntag bei der Priesterweihe von Nikolaus Rappert in der Wiener orthodoxen Kirche St. Georg. Nikolaus Rappert wird als orthodoxer Priester für die Krankenhausseelsorge und die Gefängnisseelsorge in Wien zuständig sein, später auch für die deutschsprachige Liturgie an der Dreifaltigkeitskathedrale am Fleischmarkt und an der Georgskirche. Beruflich ist er stellvertretender Leiter der Wiener Universitätsbibliothek und des Universitätsarchivs. Bei der Priesterweihe in St. Georg waren auch Präsident und Vizepräsident der Stiftung „Pro Oriente“ – Johann Marte und Prof. Rudolf Prokschi – sowie der Leiter des Kardinal-König-Hauses, P. Christian Marte SJ, anwesend.

Metropolit Arsenios unterstrich bei der Priesterweihe den „Traum von der besseren Welt“, dass alle Menschen Christus kennenlernen, alle Kirchen gemeinsam feiern. Wörtlich sagte der Metropolit: „Beten wir, wirken wir mit Liebe, ohne Hass, beten wir für die Einheit der Kirchen und lassen wir Gott wirken“. Im Hinblick auf die Aufgabe jedes Priesters erinnerte er daran, dass es um den ständigen Dialog mit Gott gehe: „Wir sprechen über Christus und kennen ihn zu wenig, wir sprechen über das Gebet und beten zu wenig“. Wie Petrus im Evangelium müsse auch der Priester seine Fehler bekennen, um anderen den Weg zeigen zu können. Denn die Aufgabe des Priesters sei es, den Menschen in den Sakramenten die Gnade Gottes mitzuteilen, „Licht und Frieden“ zu bringen.

Die Georgskirche ist erst im April nach umfassender Restaurierung vom Ökumenischen Patriarchen Bartholomaios I. neu geweiht worden. Metropolit Arsenios erinnerte am Sonntag daran, dass die letzte Priesterweihe in St. Georg 50 Jahre zurückliegt: Damals wurde am 23. Oktober 1966 der heutige Vikarbischof der griechisch-orthodoxen Metropolie von Deutschland (und Titularbischof von Aristi,) Vasilios (Tsiopanas), in St. Georg zum Priester geweiht.

Nikolaus Rappert, Jahrgang 1974, hat sein Theologiestudium an den Universitäten Wien und Saloniki absolviert; seine Dissertation galt dem Thema „Das Recht der Kirche von Griechenland in Theorie und Praxis“. Seine Postgraduate-Studien in Kulturmanagement und Library Studies absolvierte er in Wien. Ab 2002 war er am Institut für Theologie und Geschichte des christlichen Ostens der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien wissenschaftlich tätig. Zugleich engagierte er sich in der ökumenischen Arbeit zunächst in seiner Heimatpfarre Pötzleinsdorf, dann auch im Vikariatsrat für Wien-Stadt und in der Wiener Diözesankommission für ökumenische Fragen.

Nach seiner Konversion wurde Rappert – der mit einer orthodoxen Christin verheiratet ist – Ende Mai in der Dreifaltigkeitskathedrale von Metropolit Arsenios zum Diakon geweiht. Konzelebrant war damals der zypriotische Metropolit Chrysostomos (Kykkotis) von Kyrenia, der seit Jahren mit Rappert befreundet ist. Vor seiner Weihe dankte Nikolaus Rappert Metropolit Arsenios für das in ihn gesetzte Vertrauen und seine väterliche Fürsorge, sowie seiner Familie für ihre Unterstützung und ihren Beistand. Rappert betonte, dass Gott in seiner Menschenliebe für jeden Menschen eine individuelle und besondere Berufung habe. Durch den Metropoliten habe Gott ihn jetzt zum Dienst in der orthodoxen Kirche berufen, er hoffe, dieser großen Aufgabe mit Gottes Hilfe gewachsen zu sein.

Die Priesterweihe von Nikolaus Rappert war in diesem Monat bereits die zweite Priesterweihe, die Metropolit Arsenios erteilen konnte. Am 4. September weihte er Zaphirios Koutelieris zum Priester, der jetzt für die griechisch-orthodoxe Gemeinde in Graz zuständig ist. Metropolit Arsenios lud den Neupriester ein, sich zu bemühen, im geistigen Leben auf eine höhere Stufe zu kommen, nicht um sich für etwas Besseres zu halten, sondern um auf Grund der eigenen Erfahrung die Menschen auf ihrem Weg zu Christus begleiten und sie bei der Vertiefung ihrer Beziehung zu Gott unterstützen zu können. Zur Erfüllung dieser Aufgabe müsse der Priester den Menschen ein Vorbild sein, in seinen Worten und seinen Taten und in seiner Nächstenliebe. Am 11. September stellte der Metropolit den Neupriester der Grazer Gemeinde vor.

Quelle: Pro Oriente

Bewahrung der Schöpfung Anliegen aller Kirchen

Der in Wien gefeierte offizielle Gottesdienst des Ökumenischen Rates der Kirchen zur diesjährigen "Schöpfungszeit" stand im Zeichen der Generationen übergreifende Verantwortung für die Umwelt

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Die Generationen übergreifende Verantwortung für die Bewahrung der Schöpfung stand am Donnerstag im Mittelpunkt des offiziellen Gottesdienstes des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ) zur diesjährigen "Schöpfungszeit" (1. September bis 4. Oktober). Der Gottesdienst fand in der Aula der Evangelischen Volksschule am Wiener Karlsplatz statt. Der Gottesdienst stand unter dem Motto "Das Lied der bunten Vögel" und wurde von den Volksschülern mitgestaltet. Die Ökumene erinnere ihn ein wenig an Vögel, betonte ÖRKÖ-Vorsitzender Superintendent Lothar Pöll in seiner Begrüßung: "Jeder zwitschert etwas anders, gemeinsam ergeben die Töne aber ein schönes Lied". Auch in der Bewahrung der Schöpfung gehe es nur gemeinsam, zeigte sich Pöll überzeugt.
 
An dem Gottesdienst wirkten neben Pöll noch zahlreiche weitere Repräsentanten der Ökumene mit: der Wiener evangelisch-lutherische Superintendent Hansjörg Lein, der katholische Weihbischof Franz Scharl und der griechisch-orthodoxe Bischofsvikar Ioannis Nikolitsis; die Predigt hielt die methodistische Pfarrerin Esther Handschin. Anwesend waren auch der evangelisch-lutherische Bischof Michael Bünker, der syrisch-orthodoxe Chorbischof Emanuel Aydin und der Vorsitzende der Ökumene-Kommission der
Erzdiözese Wien, Prof. Rudolf Prokschi.
 
Pfarrerin Handschin machte in ihrer Predigt den Kindern verständlich, dass "wer allein unterwegs ist, nicht weit kommt". Auch in der Natur gehe es darum, dass es "verschiedene Pflanzen an einem Ort gibt" und keine "Monokultur".
 
Das Plädoyer für "Artenvielfalt" verband Pfarrerin Handschin mit dem Hinweis auf das Wort Jesu über die Kinder ("Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder, werdet ihr nicht ins Himmelreich eingehen"). Es brauche die "Kleinen", damit die "Großen" auch etwas haben, betonte sie im Hinblick auf den Einsatz etwa der Bienen in der Natur.
 
Esther Handschin unterstrich, dass Erwachsene von den Kindern lernen können, Vertrauen zu haben, auch "Vertrauen auf Gott". Die Menschen müssten zudem gemeinsam immer wieder ihren eigenen Lebensstil hinterfragen und überlegen ob die Art und Weise wie Sie leben einem anderen Lebewesen schade, so die Pfarrerin.
 
Als das Schlusslied "We are the world" im Chor erklang, wurde deutlich, wie sehr die Kinder an der Evangelischen Schule das Anliegen von "Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung" verinnerlicht haben.
 
An der Vorbereitung des offiziellen Gottesdienstes des Ökumenischen Rates der Kirchen zur "Schöpfungszeit" waren auch die Umweltreferenten von katholischer, evangelischer und orthodoxer Kirche sowie die Initiative "Pilgrim-Schulen" beteiligt.
 
In Österreichs Kirche hat die "Schöpfungszeit" vom 1. September bis 4. Oktober (Fest des Hl. Franz von Assisi) bereits Tradition: Veranstaltungen zum Thema Umwelt- und Klimaschutz finden in dieser Zeit statt, darunter ökumenische "Schöpfungsgottesdienste", Wanderungen, Exkursionen, Vorträge und Diskussionen.
 
 
Quelle: kathpress


Einladung

Symposion zum Gedenken an Christine Gleixner zum 90. Geburtstag
ÖKUMENE VOR NEUEN HERAUSFORDERUNGEN
GENERATIONSWECHSEL, FLÜCHTLINGSSITUATION, ZUSAMMENLEBEN IN EINER PLURALISTISCHEN GESELLSCHAFT

Dienstag, 4. Oktober 2016, 18.00 Uhr
Curhaus, Stephani-Saal 1010 Wien, Stephansplatz 3, Parterre
Einleitung und Diskussionsrahmen:
Univ. Prof. Dr. Rudolf Prokschi
Vorsitzender der Wiener Diözesankommission für ökumenische Fragen, Vize-Präsident Pro Oriente
Statements und Diskussion:
Univ. Prof. MMag. Dr. Regina Polak, MAS (Röm. kath.)
Bischof Dr. Michael Bünker (Evangelisch A.B.)
Bischof Dr. Andrej Cilerdzic (Serbisch-orthodox)
Priestermönch Saliba Er (Syrisch-orthodox)

Moderation:
Prof. Erich Leitenberger (ÖRKÖ, Pro Oriente)

Im Anschluss:
Agape mit Brot und Wein
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