GEBETSWOCHE FÜR DIE EINHEIT DER CHRISTEN IM CORONA-MODUS

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Vom 18. bis 25. Jänner wird u.a. auch in Österreich die internationale "Gebetswoche für die Einheit der Christen" begangen. Während dieser Ökumene-Woche kommen Christen aus unterschiedlichen Konfessionen zusammen, um gemeinsam für die Einheit der Christenheit zu beten - heuer allerdings eingeschränkt durch die Schutzbestimmungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie.

Der traditionelle zentrale Gottesdienst des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ) zur Gebetswoche findet am Mittwochabend, 20. Jänner, um 18 Uhr statt. Er ist aufgrund des Lockdowns nicht öffentlich zugänglich, wird aber im Livestream (über die Website des ÖRKÖ: www.oekumene.at) aus der evangelisch-methodistischen Kirche in der Wiener Sechshauser Straße übertragen.

Vor Ort in der Kirche werden u.a. der ÖRKÖ-Vorsitzende Domdekan Rudolf Prokschi, der methodistische Superintendent Stefan Schröckenfuchs, die methodistische Pastorin Ester Handschin und der syrisch-orthodoxe Chorepiskopus Emanuel Aydin dem Gottesdienst vorstehen. Geplant sind u.a. Videozuschaltungen von Kirchenvertretern, die Gebete sprechen oder liturgische Texte lesen. Mit dabei sind u.a. der griechisch-orthodoxe Metropolit Arsenios (Kardamakis), der reformierte Landessuperintendent Thomas Hennefeld, der lutherische Superintendent Matthais Geist, der rumänisch-orthodoxe Bischofsvikar Nikolae Dura, der altkatholische Bischof Heinz Lederleitner, der anglikanische Bischofsvikar Patriack Curran und der Pastor Walter Klimt von den Baptisten.

Der Flyer zum Gottesdienst zum DOWNLOAD

Inhaltlich ist die Gebetswoche 2021 inspiriert vom kontemplativen Gemeinschaftsleben der Schwestern von Grandchamp in der Schweiz. Die Kommunität besteht aus etwa 50 Schwestern aus verschiedenen Kirchen und Ländern. Die mit der Erarbeitung betraute Kommunität hat als Thema für die Gottesdienste in der Gebetswoche eine Stelle aus dem Johannesevangelium gewählt: "Bleibt in meiner Liebe und ihr werdet reiche Frucht bringen" (Joh 15,5-9).

Der ÖRKÖ-Gottesdienst spiegelt die Form wider, in der die Schwestern von Grandchamp beten. In dieser Tradition werden die drei monastischen Gebete (Vigilien), die traditionell während der Nacht gesprochen wurden, in einem Abendgottesdienst zusammengefasst.

Entsprechend ist der ÖRKÖ-Gottesdienst in drei Abschnitte gegliedert, die dem Vorbild der Gemeinschaft von Grandchamp folgen. Jede der drei Vigilien hat denselben Ablauf: Schriftlesung, Antwortgesang, Stille und Fürbitten Jede Vigil endet mit dem Lied "Komm, göttliches Licht" (Lumière de Dieu), das von einem Mitglied der Gemeinschaft komponiert wurde.

Gottesdienste in Klagenfurt und Linz

Nicht nur in Wien, sondern auch in einigen Bundesländern finden in der Gebetswoche ökumenische Gottesdienste statt. In Klagenfurt wird die Gebetswoche mit einem gemeinsamen Gebet der katholischen, evangelischen, altkatholischen und rumänisch-orthodoxen Kirche gefeiert. Dechant Dompfarrer Peter Allmaier, der evangelische Pfarrer Lutz Lehmann, der altkatholische Pfarrer Erich Ickelsheimer und der rumänisch-orthodoxe Pfarrer Viorel Visarion Ipati laden dazu am Montag, 25 Jänner, um 17.30 Uhr in die Stadthauptpfarrkirche St. Egid ein. Musikalisch mitgestaltet wird die ökumenische Feier von Dommusikassistentin Melissa Dermastia an der Orgel und Domkapellmeister Thomas Wasserfaller als Kantor.

Das ökumenische Gebet wird auf dem Youtube-Kanal der Stadtpfarre St. Egid gestreamt. Sollte es gemäß den Corona-Vorschriften zu diesem Zeitpunkt möglich sein, wird das ökumenische Gebet als öffentliche Feier mit Gläubigen stattfinden, wie es von Seiten der Veranstalter heißt. Der traditionelle ökumenische Kirchenspaziergang der Klagenfurter Stadtpfarren wird - wie bereits in den vergangenen Jahren - erst im Frühsommer stattfinden.

Im Linzer Mariendom findet am Donnerstag, 21. Jänner, um 18.30 Uhr ein ökumenischer Gottesdienst statt. Aufgrund der aktuellen Corona-Situation ist dieser aber nicht öffentlich zugänglich. "Die Vertreterinnen und Vertreter der christlichen Kirchen in Oberösterreich werden stellvertretend für ihre Kirchen und Gemeinschaften beten", heißt es von Seiten der Veranstalter. Der Gottesdienst wird demnach aufgezeichnet und soll im Anschluss online über die Website der Diözese Linz (www.dioezese-linz.at) abrufbar sein. Ein ebenfalls für den 21. Jänner in Salzburg angesetzter ökumenischer Gottesdienst musste coronabedingt abgesagt bzw. auf die Woche vor Pfingsten 2021 verschoben werden.

Materialien für die Gebetswoche 2021 stehen auf Englisch, Französisch, Deutsch, Spanisch und Portugiesisch zur Verfügung (www.oikoumene.org/gebetswoche). Die deutsche Fassung wurde von der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) erarbeitet und ist auf deren Homepage abrufbar (https://www.oekumene-ack.de/themen/geistliche-oekumene/gebetswoche/2021/).

Quelle: oekuemene.at

ÖKUMENISCHE ANDACHT

Füreinander beten. Einheit gestalten.

Wegen Corona ist ein neuer Weg notwendig,
damit wir in geschwisterlicher Verbundenheit die

ÖKUMENISCHE ANDACHT
in der GEBETSWOCHE
für die Einheit der Christen 2021

am Donnerstag, 21. Jänner 2021, 19.00 Uhr, feiern können.
Aus der Lutherkirche (1180 Martinstr. 23) wird die Ökumenische Andacht mit Livestream übertragen, auch zum Nachhören

Zugangslink: https://tinyurl.com/EInheit-der-Christen
oder über die Website www.lutherkirche.at

„Bleibt in meiner Liebe und ihr werdet reiche Frucht bringen“
(vgl. Joh 15,8-9)

In ökumenischer Verbundenheit freuen sich auf das gemeinsame Gebet
Pfrin Barbara Heyse-Schaefer und Heinrich Bica
(für Fragen: 0664 213 70 88)

Hier sind die Texte …

Tag des Judentums ONLINE

Wien 12.1.2021, 18:30 Uhr
Tag des Lernens findet online statt. Livestream hier…
Meeting ID: 896 0149 0692
Passcode: Bund

Linz 14.1.2021, 19:00 Uhr
TAG DES JUDENTUMS: WARUM IMMER WIEDER "DIE JUDEN"?   

Wien 14.1.2021, 19:00 Uhr
Tag des Gedenkens ist auf 18. März 2021 verschoben.

St. Pölten 14.01.2021, 19:00 Uhr
Abend zum Tag des Judentums, St. Hippolyt
ONLINE Vortrag: Das Jugenddialogprojekt Likrat

Wien 15.1.2021, 16:00 Uhr
Vortrag - 600 Jahre Vertreibung der Juden aus Wien (Gesera 1421) ONLINE - Papier, Pergament und Steine, Materielle Zeugen des jüdischen Mittelalters in Österreich. Vortrag von Martha Keil. Theologische Kurse.

Wien 17.1.2021, 18:00 Uhr
Tag des Feierns, Anglikanische Kirche, ÖRKÖ Ökumenischer Gottesdienst zum Tag des Judentums. Livestream hier…
Meeting ID: 808 226 2476

Der Herr spricht: „Seht, hier ist mein Diener, zu dem ich stehe. Ihn habe ich auserwählt, und ich freue mich über ihn. Ich habe ihm meinen Geist gegeben, und er wird den Völkern mein Recht verkünden.“ Jesaja 42,1
Predigt SI Thomas Hennefeld
Mit Rev'd Canon Patrick Curran, Darius  Schutzki, Bischof Andrej, Bischof Tiran.
Pandemiebedingt ist die Zahl begrenzt und es wurden nur Akteure eingeladen, die im 3. Bezirk beheimatet sind wegen der Fokussierung auf die Wiener Gesera (12.3.1421/2021), deren „Abschluss“ die Verbrennung von 200 Juden auf der Gänseweide, jetziger 3. Bezirk, Pfarre von BV Schutzki, war.

Graz 17.1.2021, 19:00 Uhr
ÖKUMENISCHER GOTTESDIENST am TAG DES JUDENTUMS
aus der Evangelischen Heilandskirche in Graz nur Online…

Predigt: Dr. Michael Bünker

Innsbruck 18.1.2021, 20:00 Uhr
ONLINE Tag des Judentums Bedeutung der Tora für Juden und Christgläubige Podiumsdiskussion.
Der Bischof von Innsbruck und der Superintendent der Evangelischen Kirche für Salzburg – Tirol laden ein. Haus der Begegnung Innsbruck.

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Tag des Judentums

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Seit über 20 Jahren begehen die Kirchen Österreichs jeweils am 17. Jänner den "Tag des Judentums". Als Gedenktag im Kirchenjahr führte der Ökumenische Rat der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ) diesen Tag ein. Christinnen und Christen sollen ihrer Wurzeln im Judentum und ihrer Weggemeinschaft mit dem Judentum bewusstwerden. Zugleich lädt dieser Tag ein, an jüdischen Menschen und ihrem Glauben begangenen Unrechts in der Geschichte zu gedenken. Wie sehr sich der "Tag des Judentums" in diesen Jahren etabliert hat, zeigen die vielfältigen Veranstaltungen und Gottesdienste in Österreich. Was mit "Gedenktag" begonnen hat, wurde um einen "Lerntag" erweitert, um einen "Tag des Lernens vom Judentum". Das hat vielfältige Formen und findet an unterschiedlichen Orten statt.

Entscheidend dabei ist, nicht über das Judentum zu lernen, sondern vom Judentum und besonders mit Jüdinnen und Juden.

An Schulen und Jugendzentren werden jüdische Jugendliche eingeladen, um über ihre Religion mit Gleichaltrigen ins Gespräch zu kommen. Unterstützung finden solche Initiativen bei LIKRAT, dem Dialogprojekt mit Jugendlichen der Jüdischen Gemeinde.

In den Sonntagsgottesdiensten der Kirchen werden für die Homilie zu den Lesungen aus dem Alten/Ersten Testament jüdische Schriftauslegungen herangezogen, weil die Christen "viel von der jüdischen Exegese lernen" können, wie der damalige Präfekt der Glaubenskongregation, Josef Ratzinger, betonte.

Das Katholische Bibelwerk und die Österreichische Bibelgesellschaft laden einen international führenden Rabbiner zu einem Vortrag über jüdische Schriftauslegung ein und die Jüdische Gemeinde stellt dafür ihr Gemeindezentrum zur Verfügung. Entscheidend dabei ist, nicht über das Judentum zu lernen, sondern vom Judentum und besonders mit mit Jüdinnen und Juden.

Der Wunsch von Dechant Ferenc Simon, Diözesanbeauftragter für jüdisch-christliche Zusammenarbeit in der Erzdiözese Wien, nach einem "Sonntag des Judentums" hat eine innere Logik, wie er treffend sagt: "Wir hätten dann zwei thematische Sonntage, die wie eine Klammer die ‚Gebetswoche für die Einheit der Christen‘ rahmen würden. Den 'Sonntag des Judentums' am Beginn und den 'Sonntag des Wortes Gottes' am Ende der Gebetswoche."

2021 ist der 17. Jänner ein Sonntag. Dann wird aus dem "Tag des Judentums" ein "Sonntag des Judentums" und alle Kirchen können in ihren Sonntagsgottesdiensten dem Anliegen des "Tag des Judentums" entsprechen. Der Koordinierungsausschuss für christlich-jüdische Zusammenarbeit wird sie dabei unterstützen.

So würden die Kirchen auch ihrer Verantwortung im Kampf gegen Antisemitismus gerecht werden, einer Aufgabe, die erstmals im Regierungsprogramm 2020-2024 einen breiten Raum einnimmt. Zugleich wäre dies eine angemessene Antwort im Gedenken der "Wiener Gesera" und ihr blutiges Ende am 12. März 1421.

Dr. Martin Jäggle ist Präsident des Koordinierungsausschusses für jüdisch-christliche Zusammenarbeit.

Online-Studiennachmittag "Stolperstein oder Chance für die Einheit?"

Sehr geehrte Damen und Herren!

Die gemeinsam mit der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien und in Kooperation mit dem Ökumenischen Rat der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ), der Diözesankommission für Ökumenische Fragen der Erzdiözese Wien, dem Ökumene-Ausschuss Vikariat Wien-Stadt der Erzdiözese Wien und der Initiative Christlicher Orient in der Reihe der „Ökumenischen Symposien“ geplante Veranstaltung „Stolperstein oder Chance für die Einheit? – Studiennachmittag zur Rolle des Bischofs von Rom 25 Jahre nach dem Ökumene-Papstschreiben Ut Unum Sint“ am 19.11.2020 wird coronabedingt online stattfinden!

Aus diesem Grund wurde die Anmeldefrist bis Montag, 16. November, verlängert! Die Anmeldung ist verpflichtend.
An alle Vortragenden und angemeldeten Teilnehmenden wird der Link zur Teilnahme an der Zoom-Konferenz am Mi., 18.11., per E-Mail versandt, wie auch Einwahlnummern zur Teilnahme per Telefon.
Ihre Fragen im Rahmen der Diskussionen melden Sie bitte per E-Mail an office@pro-oriente.at oder nutzen dafür die Zoom-Chatfunktion.

Wir bitten Sie, ggf. auch über weitere Verteiler auf die oben genannten Änderungen hinzuweisen – herzlichen Dank!

Wir freuen uns, dass die Veranstaltung - wenn auch in geändertem Modus - stattfinden kann, und danken Ihnen für Ihr Interesse!

Mit den besten Wünschen für Ihre Gesundheit und Ihr Wohlergehen, in der Hoffnung, dass wir uns so bald wie möglich frei von coronabedingten Sorgen wieder begegnen können werden!

Judentum gehört zum Kern christlicher Identität

Kurienkardinal Koch und "Internationales Jüdisches Komitee für interreligiöse Beratungen" tauschen Grußbotschaften zum 55. Jahrestag der Konszilserklärung "Nostra aetate" aus - "Jesus ist und bleibt ein Sohn des Volkes Israel" mehr…

Israel im christlichen Gottesdienst

Lesenswert
HEILIGER DIENST
Inhalt:
Heft 2/2020
ISRAEL im christlichen Gottesdienst
Der Schwerpunkt liegt auf einer innerchristlichen Selbstreflexion. Wie aber nehmen Jüd*innen die christliche Praxis wahr, Teile der jüdischen Bibel in ihren Gottesdiensten zu verwenden? Wir laden mit diesem Heft ein, uns Repliken und Statements von jüdischer Seite zu übermitteln, die wir dann auf unserer Homepage veröffentlichen.

Christlich-jüdische Erinnerungen zwischen Krottenbach und Kaasgraben

Die Vernetzte Ökumene veranstaltet am 9.11.2020, 19.00 Uhr, in der Glanzing-Kirche, 1190 Krottenbachstraße (Busstop 35A) gemeinsam mit der evangelischen Weinbergkirche ein Pogrom-Gedenken mit dem Thema "Christlich-jüdische Erinnerungen zwischen Krottenbach und Kaasgraben" mit der jüdischen Historikerin Mag. Tina Walzer. Anmeldungen bei Elisabeth Lutter (Vernetzte Ökumene) bis 7.11.2020!!

ÖKUMENISCHES SYMPOSION 2020

Donnerstag, 19. November 2020, 17:00 Uhr
Curhaus-Stephanisaal
1010 Wien, Stephansplatz 3/ Parterre

Veranstaltet von Stiftung PRO ORIENTE,
Diözesankommission für ökumenische Fragen,
Ökumene-Ausschuss Vikariat Wien Stadt,
Initiative Christlicher Orient

in Zusammenarbeit mit dem Ökumenischen Rat der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ)
und der Theologischen Fakultät der Universität Wien

PROGRAMM

"Stolperstein oder Chance für die Einheit? - Zur Rolle des Bischofs von Rom"
25 Jahre nach dem Ökumene-Papstschreiben "Ut Unum Sint"

Referenten

Univ.Prof.em.Dr. Rudolf Prokschi - Einführung
Dr. Jutta Henner (Evang.AB), Präsidentin des Österr. Bibelwerks
Dozent Dr. Johann Moga (Rumän.-Orthodox)
P.Dr.Salida Er (Syrisch-orthodox)

Anfragediskussion - Leitung Prof. Erich Leitenberger

Abschließendes gemeinsames Gebet

Die abschließende Agape muss aus Corona-Gründen entfallen.

Anmeldung: +43 1 533 80 21
Anmeldeschluss ist der 12.11.2020

"Orthodox leben" - Kompakte Einführung in Orthodoxie erschienen

Russisch-orthodoxer Mönchspriester und langjähriger Pädagoge Krammer veröffentlicht neues orthodoxes Schul- und Glaubensbuch mehr…