Dialog

Kolloquium anlässlich der Pensionierung von Univ.-Prof. Dr. Rudolf Prokschi

Plakat_Prokschi_Mit_zwei_Lungenflügeln_atmen_2018

Ökumenisches Symposion "Kirchen des Orients im Brennpunkt"

PROGRAMM (Entwurf)

KIRCHEN DES ORIENTS IM BRENNPUNKT.
SYRIEN UND LIBANON: WIEGE DES CHRISTENTUMS – „ÖKUMENE DES BLUTES“

Einführung in den kirchlich-historischen und aktuell-politischen Hintergrund: Christen vor Ort – welche Kirchen existieren in der Krisenregion?
Univ. Prof. Dr. Rudolf Prokschi

Zur Lage in Syrien
Dr. Hanna Ghoneim, Priester der melkitischen Kirche

Zur Lage im Libanon
P. Michel Harb Mönchspriester der maronitischen Kirche

Was heißt das für uns hier in Österreich? Schlussfolgerungen für die Ökumene
Univ. Prof. Dr. Rudolf Prokschi

Abschließendes gemeinsames Gebet
Moderation: Prof. Erich Leitenberger (Pro Oriente)
Im Anschluss bitten wir zu einer kleinen Agape


Beginn: 20.09.2018, 18.00 Uhr
Ende: 20.09.2018, 21.30 Uhr
Ort: Curhaus – Stephanisaal 1010 Wien, Stephansplatz 3/Paterre
Veranstalter: Ökumene-Ausschuss des Vikariats Wien-Stadt, Diözesankommission für ökumenische Fragen, Initiative christlicher Orient (ICO), Stiftung Pro Oriente

Benedikt XVI. irritiert das Judentum

Ein jüngst publizierter aufsatz des emeritierten Papstes scheint hinter die aussagen des II. Vatikanums über die Juden zurückzugehen.

Von Martin Jäggle

Jüdisch-christlicher Dialog als Widerstand gegen Antisemitismus

Christen und Juden heben bei Buchpräsentation im Jüdischen Museum Wien Bedeutung der Zusammenarbeit hervor - Potenziale der Konzilserklärung "Nostra aetate" noch nicht ausgeschöpft

Das Bekenntnis zum jüdisch-christlichen Dialog und dessen sichtbare Pflege auf Augenhöhe ist ein wichtiger Beitrag, um dem zuletzt wieder aufkeimenden Antisemitismus zu begegnen. Das war Tenor der Präsentation des Sammelbandes "Erneuerung der Kirchen - Perspektiven aus dem christlich-jüdischen Dialog" am Montagabend in Wien, bei der Vertreter der beiden Religionen teilnahmen: u.a. die katholischen Theologen Martin Jäggle und Wolfgang Treitler als zwei der vier Herausgeber des Buches, der Wiener Oberrabbiner Arie Folger sowie der Protestant Helmut Nausner und der Jude Willy Weisz vom christlich-jüdischen Koordinierungsausschuss. Begrüßt wurden die Gäste von Gastgeberin Danielle Spera, Direktorin im Jüdischen Museum. mehr…

Buchpräsentation

Einladung Erneuerung

ICCJ Konferenz in Budapest

GeneralInf_Budapest2018_engl_final-1

„Wir wissen um unsere Schuld“ – Kardinal Christoph Schönborn an die IKG

Schoenborn_web

Hennefeld: Kirchen müssen gegen Antisemitismus aufschreien

Landessuperintendent_Thomas_Hennefeld_in_der_serbisch-orthodoxen_Kirche_Neulerchenfeld-hennefeld
Kirchen müssten jedem Rassismus entgegentreten und "aufschreien", wo Antisemitismus emporkommt: Das hat der Vorsitzende des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ), Thomas Hennefeld, beim offiziellen Gottesdienst zum Abschluss der "Weltgebetswoche um die Einheit der Christen" am Donnerstagabend in Wien betont. "Jüdinnen und Juden in Österreich sollen wissen: sie sind nicht allein. Die Kirchen stehen an ihrer Seite." Wachsamkeit und Solidarität seien angesagt, "wenn unsere jüdischen Geschwister betroffen sind", sagte der Landessuperintendent der evangelisch-reformierten Kirche in seiner Predigt in der serbisch-orthodoxen Kirche Neulerchenfeld. mehr…

Antisemitismus

"Jedem gesellschaftlichen und persönlichen Antisemitismus entgegentreten": Diesen Grundsatz hat der evangelisch-lutherische Bischof Michael Bünker seiner Stellungnahme anlässlich des Holocaust-Gedenkens am Donnerstag vorangestellt. Und auch Persönlichkeiten aus dem Bereich der katholischen Kirche haben sich in diesem Sinn geäußert. Der Präsident des Koordinierungsausschusses für christlich-jüdische Zusammenarbeit, Martin Jäggle, warnte vor "Dammbrüchen" und stellte sich wie Bünker auf die Seite der Israelitischen Kultusgemeinde, die eine Teilnahme an der Parlamentsveranstaltung anlässlich des Internationalen Tages des Gedenkens an die Opfer des Holocaust am Donnerstag im Palais Epstein absagte.

Der Wiener Diözesanbeauftragte für christlich-jüdische Zusammenarbeit, Ferenc Simon, pochte auf die Verantwortung gerade von Christen, gegen jede Form von Judenfeindlichkeit aufzutreten. Kritik am "Fall Landbauer", ausgelöst durch antisemitische Texte im Liederbuch der schlagenden Burschenschaft "Germania", äußerten Männerorden-Vertreter P. Franz Helm und Berthold Brandstetter von der Katholische Aktion (KA) in Oberösterreich.

Die Stellungnahmen erfolgten im Vorfeld des UN-Gedenktages "International Holocaust Remembrance Day" am 27. Jänner, der Anlass für eine Gedenkveranstaltung auch in Österreich ist: Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka lud zu einem mit Zeitzeugengespräch und einer Podiumsdiskussion am Donnerstagnachmittag ins Palais Epstein, an der neben Staatssekretärin Karoline Edtstadler und Danielle Spera, Direktorin des Jüdischen Museums Wien, auch Vertreter von Religionsgemeinschaften teilnehmen sollten. Die Israelitische Kultusgemeinde (IKG) nimmt an der Veranstaltung nicht teil; sie hatte bereits davor angekündigt, an keinen Gedenkveranstaltungen teilzunehmen, bei denen FPÖ-Minister anwesend sind - wegen des Gedankenguts deutschnationaler Burschenschafter und deren antisemitischen Tendenzen.
mehr…

Jäggle: Tag des Judentums

-asset-ff7d8cf0a5f447843f0eDas Alte Testament dient im gesellschaftlichen und kirchlichen Alltag zu oft als eine Art Negativfolie des Neuen Testamentes, ja es wird sogar ein Gegensatz zwischen dem Testament des Gesetzes und dem Testament der Liebe konstruiert, und als "alttestamentarisch" werden besondere Unmenschlichkeiten, Grausamkeiten und Grauslichkeiten bezeichnet.

Dabei sind das Gebot der Nächstenliebe und die Sorge um die Feinde im Alten Testament fest verankert, das Neue Testament erinnert daran. Und "Aug um Aug" war keine Strafformel, sondern eine Regelung für den zu leistenden Schadenersatz und das Schmerzensgeld, usw. Das negative Vorzeichen, mit dem das Alte Testament versehen ist, fördert, ja festigt die Ablehnung des Judentums. Zu bedenken, wie das Christentum mit seinem Antijudaismus die Shoa vorbreitet und ermöglicht hat, würde die Rede vom christlichen Europa mit jener Scham verbinden, die zur Reinigung des Gedächtnisses und zur Erneuerung christlichen Glaubens führt.

mehr…

Kirchen bekennen sich zum Dialog mit dem Judentum

Gottesdienst des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich zum "Tag des Judentums" - Oberkirchenrätin Bachler fordert "ständigen, aktiven, von gegenseitiger Wertschätzung getragenen Dialog"
Wien, 18.01.2018 (KAP) Zum "ständigen, aktiven, von gegenseitiger Wertschätzung getragenen Dialog zwischen Christen und Juden" hat die evangelische Oberkirchenrätin Ingrid Bachler aufgerufen. Ein solcher Dialog sei zum einen eine absolute Notwendigkeit, zum anderen auch eine große Bereicherung, sagte Bachler in ihrer Predigt am Mittwochabend beim Gottesdienst des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ) in Wien. An dem Gottesdienst in der altkatholischen Heilandskirche nahmen u.a. ÖRKÖ-Vorsitzender Landessuperintendent Thomas Hennefeld, Dechant Ferenc Simon (Katholische Kirche), Bischof Heinz Lederleitner (Altkatholische Kirche), Bischofsvikar Patrick Curran (Anglikanische Kirche) sowie Pastorin Esther Handschin und Pastor Helmut Nausner (Methodistische Kirche) teil.
mehr…

Weiterbildung

Ökumenischer Lehrgang
für ehrenamtliche Krankenhaus- und Pflegeheimseelsorge
14. April 2018 - 6. April 2019

SIE WOLLEN ...
» Ihre Zeit sinnvoll nutzen
» sich für andere einsetzen
» Verantwortung übernehmen
» Ihre Fähigkeiten einbringen und weiterentwickeln » Neues entdecken
» Menschen ein Stück ihres Lebensweges begleiten

IHR AUFGABENPROFIL ALS EHRENAMTLICHE/R SEELSORGER/IN:
» Gespräche mit und Begleitung von kranken bzw. älteren Menschen, ca. 1⁄2 Tag pro Woche
» Zusammenarbeit mit hauptamtlichen
SeelsorgerInnen sowie mit dem Personal der jeweiligen Institution
» Kontakte mit An- und Zugehörigen von PatientInnen und BewohnerInnen

DAS BIETET DER LEHRGANG
Der praxisnahe einjährige Lehrgang bietet Ihnen eine seelsorgliche Grundausbildung, die Sie zur eigenständigen seelsorglichen Tätigkeit im Krankenhaus oder Pflegewohnheim unter der Verantwortung der zuständigen hauptamtlichen Seelsorgerin/ des zuständigen hauptamtlichen Seelsorgers befähigt.
Sie setzen sich im fortlaufenden Gruppenprozess mit zentralen Themen der Seelsorge auseinander, reflektieren die eigene Lebens- und Glaubensgeschichte und üben sich in seelsorglicher Gesprächsführung.

mehr Info hier…

Dekanatskonferenz mit Schwerpunkt Ökumene

IMG_1313
Zum dritten Mal waren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Dekanatskonferenz vom Dekanat 2 Gäste in der serbisch-orthodoxen Kirche Auferstehung Christi. Die Idee zur Einladung stammte vom Dechant Ferenc Simon: "In Begegnung und Gespräch können wir die Orthodoxe Kirche besser kennen und verstehen lernen". Pfarrer Drago Vujic und seine Mitarbeiter begrüssten uns und gewährten den Teilnehmern die berühmte serbische Gastfreundschaft. Zur großen Freude aller war S.E. der serb.-orth. Bischof Andrej anwesend. Der Bischof lobte die Idee und Durchsetzung einer solchen Konferenz. Er ermutigte die TeilnehmerInnen weiter auf diesem Weg zu bleiben. Danach folgte ein reges Gespräch über das Thema Reformation und die Kirchen. Eingeladen waren die Pfarrer und hauptamtlichen MitarbeiterInnen der Pfarren des Dekanates 2, sowie die evangelische Pfarre Am Tabor.



Schönborn und Bünker betonen Einsatz gegen Antisemitismus

Pasted Graphic
Kardinal Christoph Schönborn und Bischof Michael Bünker haben am Mittwoch gemeinsam der Opfer der nationalsozialistischen Novemberpogrome des Jahres 1938 gedacht. Sie unterstrichen im Interview mit "Kathpress" und dem "Evangelischen Pressedienst" unisono die gemeinsame Verantwortung der Kirchen und die schuldbehaftete Geschichte gegenüber dem Judentum. Zugleich betonten sie die gemeinsame Verpflichtung, jeder Form von Antisemitismus deutlich entgegenzutreten.
 
Kardinal Schönborn sprach weiters auch von den jüdischen Wurzeln der Kirche, auf die sich katholische und evangelische Kirche in den vergangenen Jahrzehnten wieder gemeinsam besonnen hätten. "Das Wiederendecken der gemeinsamen jüdischen Wurzeln hat die ökumenische Annäherung erleichtert", betonte der Wiener Erzbischof. Bischof Bünker hob die Verpflichtung der Kirchen hervor, gegen alle Tendenzen aufzutreten, "die die Gesellschaft spalten oder Minderheiten marginalisieren".
 
In der Nacht vom 9. auf 10. November 1938 wurden im gesamten deutschen Machtbereich Synagogen in Brand gesteckt, jüdische Geschäfte sowie Wohnungen zerstört und verwüstet. Zahlreiche Juden wurden bei den Pogromen getötet oder verletzt. Allein in Wien wurden insgesamt 42 Synagogen und Bethäuser zerstört. 6.547 Wiener Juden kamen in Haft, knapp unter 4.000 davon wurden in das Konzentrationslager Dachau verschleppt.

Quelle: kathpress

Einladung

Symposion zum Gedenken an Christine Gleixner zum 90. Geburtstag
ÖKUMENE VOR NEUEN HERAUSFORDERUNGEN
GENERATIONSWECHSEL, FLÜCHTLINGSSITUATION, ZUSAMMENLEBEN IN EINER PLURALISTISCHEN GESELLSCHAFT

Dienstag, 4. Oktober 2016, 18.00 Uhr
Curhaus, Stephani-Saal 1010 Wien, Stephansplatz 3, Parterre
Einleitung und Diskussionsrahmen:
Univ. Prof. Dr. Rudolf Prokschi
Vorsitzender der Wiener Diözesankommission für ökumenische Fragen, Vize-Präsident Pro Oriente
Statements und Diskussion:
Univ. Prof. MMag. Dr. Regina Polak, MAS (Röm. kath.)
Bischof Dr. Michael Bünker (Evangelisch A.B.)
Bischof Dr. Andrej Cilerdzic (Serbisch-orthodox)
Priestermönch Saliba Er (Syrisch-orthodox)

Moderation:
Prof. Erich Leitenberger (ÖRKÖ, Pro Oriente)

Im Anschluss:
Agape mit Brot und Wein
page1image8512

2017 gemeinsam Gottesdienst feiern

Pasted GraphicKatholiken und Lutheraner nähern sich an. Sie feiern und gedenken gemeinsam. Auch der Reformation vor 500 Jahren. Aber wie?
Hier finden Sie den Entwurf von Lutherischen Weltbund und Vatikan für einen ökumenischen Gottesdienst. Außerdem weitere Anregungen und Hintergründe für Ihre Gemeinde. Nach der Liturgie wird am 31. Oktober 2016 in Lund auch ein internationaler ökumenischer Gottesdienst von Papst Franziskus und LWB-Präsident Younan und Generalsekretär Junge gefeiert. Aber der Entwurf ist für die Gemeindeebene bestimmt. Und alle weltweit sind eingeladen, mitzufeiern.

„BIBLIA“ FEIERT 25-JAHR-JUBILÄUM

Die auf Initiative von Kardinal Franz König begründete Projektgruppe fördert die Vermittlung biblischer Inhalte auf breitester Basis – In den letzten 25 Jahren wurden 600 Projekte in 25 Ländern Europas, Asiens und Afrikas gefördert – Festakt am 2. Juni im Curhaus am Stephansplatz
Wien, 30.05.16 (poi) Die Projektgruppe „Biblia“, die auf eine Initiative von Kardinal Franz König zurückgeht, begeht am 2. Juni um 18 Uhr mit einem Festakt im Stephani-Saal des Curhauses am Wiener Stephansplatz ihr 25-Jahr-Jubiläum. Aufgabe von „Biblia“ ist im Sinn des Zweiten Vatikanischen Konzils die Vermittlung biblischer Inhalte auf breitester Basis; der ökumenische Aspekt spielt eine große Rolle, auch die Förderung des christlich-jüdischen Dialogs. Unmittelbar nach der „Wende“ widmete sich „Biblia“ dem Aufbau der Bibelarbeit in den Reformstaaten, in den letzten Jahren geht es zunehmend auch um die Unterstützung der christlichen Kirchen in den Ländern des Nahen Ostens, so „Biblia“-Vorstandsvorsitzender Günter Bergauer.

Bei dem Festakt am 2. Juni werden u.a. Weihbischof Franz Scharl, die Bibelwissenschaftler Anton Tyrol (Slowakei) und Bela Tarjanyi (Ungarn) sowie Dechant Ferenc Simon über verschiedene „Biblia“-Projekte berichten. Die emeritierte Äbtissin von Marienkron, M. Mirjam Dinkelbach OCist hält den zentralen Vortrag zum Thema „Wie Karl May auf die Bibel kam“. Für die musikalische Gestaltung sorgt der 15-jährige syrisch-orthodoxe Flüchtling Masad Thani; er spielt auf der „Oud“ (der arabischen Laute). Er hat auch bereits vor dem syrisch-orthodoxen Patriarchen Mar Ignatius Aphrem II. in Salzburg gespielt und war im ORF-Radio zu hören.

„Biblia“ hat in den letzten 25 Jahren zahlreiche Projekte unterstützt, „mit relativ geringem Einsatz finanzieller Mittel und dank vieler ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer“, wie Günter Bergauer betont. Unter den vielen Ehrenamtlichen nennt er insbesondere den „Mann der ersten Stunde“, den Gründer und jahrzehntelangen Leiter der ORF-Hauptabteilung Religion-Radio, Prof. Walter Karlberger. Die rund 600 „Biblia“-Projekte seit 1991 erstrecken sich auf 25 Länder in Europa, Asien und Afrika, der erfasste finanzielle Aufwand betrug 250.000 Euro, lag aber wesentlich höher, weil aus den ersten Jahren keine Unterlagen mehr vorhanden sind. Zu den größten von „Biblia“ unterstützten Projekten zählen die Bibel für Roma in Ungarn, die Bibel für Ungarn in Siebenbürgen, Bibeln für den asiatischen Teil der Russischen Föderation und jüdische Gebetbücher für Wien.

Zu den „Biblia“-Projekten zählen aber auch die Unterstützung von Fakultäten und Schulen mit biblischen Lehrmaterialien, der Aufbau von Bibelzentren, die Herausgabe von Bibeln für katholische Minderheiten, die Verteilung von Bibeln an Flüchtlinge in deren jeweiligen Muttersprachen. In Österreich selbst hat sich die Arbeit mit anderssprachigen Gemeinden sowie die Unterstützung der Seelsorge im Flüchtlings- und Gefangenenbereich als ein weiteres Betätigungsfeld ergeben. Alle Projekte werden vom Vorstand sorgfältig geprüft, die Kooperation mit anderen kirchlichen Institutionen (von der Stiftung „Pro Oriente“ über das internationale Hilfswerk „Kirche in Not“, das Österreichische Katholische Bibelwerk und die Österreichische Bibelgesellschaft bis zum „Andreas-Petrus-Werk“ und zum Kolpingwerk) erleichtert diese Prüfung.

In Zukunft will „Biblia“ seine Informationsarbeit unter Einsatz des Internets und der „social media“ wesentlich verstärken und damit auch Brücken zwischen Spenderinnen und Spendern auf der einen Seite und Projektverantwortlichen auf der anderen Seite bauen.

quelle: pro-oriente.at

Papst-Patriarch weiht Altar in Wiener Kirche Maria vom Siege

Kirche_Maria_vom_Siege_in_Wien-mariasiege
Im Zeichen der herzlichen Freundschaft zwischen katholischer und koptisch-orthodoxer Kirche stand am Freitagabend eine Festakademie aus Anlass der Weihe des neuen Altars des von der katholischen an die koptische Kirche übergebenen Wiener Gotteshauses Maria vom Siege durch Papst-Patriarch Tawadros II. Zugleich war die Festveranstaltung in der überfüllten Kirche am Mariahilfer Gürtel Kirche geprägt von der Freude der koptischen Christen über ihr neues spirituelles Zentrum im Westen Wiens. Maria vom Siege ist die fünfte koptische Kirche in der Bundeshauptstadt.

Kardinal Christoph Schönborn bezeichnete in seiner - immer wieder von Applaus unterbrochenen - Ansprache die Präsenz der Kopten in Wien als "ein großes Geschenk". Die koptischen Christen seien in der Tradition des Heiligen Markus "Zeugen der Treue, des Glaubens, der Nächstenliebe". Ihr Vertrauen auf Gott gebe ihnen die Kraft und den Mut, solche Zeugen zu sein. Zugleich seien die christlichen Immigranten aus Ägypten innerhalb kurzer Zeit "lebendige Glieder der Gesellschaft in Österreich" geworden.

Der Wiener Erzbischof betonte seine Bewunderung für die Haltung der früheren katholischen Pfarrgemeinde Maria vom Siege, die ihr vertrautes Gotteshaus den koptischen Christen geschenkt habe, samt dem großen Pfarrhof und einem Mietshaus, um den neuen Eigentümern die Erhaltung der historischen Kirche am Gürtel zu erleichtern. Zweifellos sei die Übergabe der Kirche für viele Katholiken von Maria vom Siege ein Opfer gewesen. Wie eine Mutter habe die Pfarrgemeinde alles gegeben, um neues Leben in Maria vom Siege zu ermöglichen.

Im Hinblick auf den Titel des Gotteshauses - "Maria vom Siege" - zitierte Kardinal Schönborn die Dichterin Gertrud von Le Fort: Maria siege nicht "mit dem Schwert in der Hand, sondern mit dem Schwert im Herzen angesichts des Todes Jesu". Wörtlich betonte der Wiener Erzbischof: "Maria siegt durch Liebe, nicht durch den Hass".
mehr…