Dialog

Tag des Judentums

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„Einstimmung in den Tag des Judentums 2020“
in Brigittenau
Donnerstag, 16.01.2020, 19.00 Uhr
Bezirksvorstehung Brigittenau, Wien 20
Gedenken an zwei Synagogen
Kluckygasse 11-13 (1899/1900, Arch. Gartner), Kaschlgasse (1931/32, Arch. Katlein)

Zusammen mit:
Israelitische Kultusgemeinde, GS Dr.Raimund Fastenbauer, Dr. Benjamin Nägele
Altkatholische Kirche, Pfr. Thomas Wetschka
Röm.kath. Kiche (1020, Am Tabor), Dechant Ferenc Simon

Ablauf

Mazltov-Musik, - Prof. Oprießnig
Begrüßung: (und Moderation) - Dr. Elisabeth Lutter
Eröffnung: Bezirksvorsteher Hannes Derfler
Grußworte: Benjamin Nägele (IKG Wien), Ferenc Simon (Dechant Wien 2 +20), Pfr. Wetschka (altkath.Kirche)
„Die Mazzesinsel“ - Zeit- und Sozialgeschichtliches zur jüdischen Gemeinde in der Brigittenau: Mag. Tina Walzer
Projekt Brigittenauer Gymnasium, Karajan-Gasse: Wie eine Schule zum Gestapo-Gefängnis wurde - Geschichts-Aufarbeitung mit Schülern: „Niemals vergessen!“ – Dr. Silvia Ruschak-Schneider
Bericht zur gegenwärtigen Situation der Gemeinde: „Alles wieder normal wie früher?“ GS IKG Dr. Raimund Fastenbauer
Zeitzeugenbericht: E. Lutter liest aus Hans GamlieL: „Jüdische Kindheit im Nachkriegswien“
Zu den Synagogen Kluckygasse, Kaschlgasse: Pierre Genée
Musikal. Überleitung: Mazltov-Musik
Spiritueller Teil, Einführung und AT-Text: Univ.Prof.em.Dr.Martin Jäggle
Kaddish (Jüdisches Totengebet): Mag. Shmuel Barzilei, IKG Oberkantor(angefragt) – Schuldbekenntnis – Friedensbitten (Wetschka, Simon)
Schlussgedanken: Prof. Dr.Awi Blumenfeld (Päd.Hochschule Wien-Krems)
Abschlussmusik und Agape

Workshop und Buchpräsentation Norbert Reck

Der Jude Jesus und die Zukunft des Christentums

Das Institut für Praktische Theologie lädt in Kooperation mit dem Koordinierungsausschuss für christlich-jüdische Zusammenarbeit, dem Forschungszentrum „Religion and Transformation in Contemporary Society“ und der Buchhandlung Herder zu folgenden Veranstaltungen ein:

Workshop mit Norbert Reck
„Der Jude Jesus und die Zukunft des Christentums. 10 Thesen zum Stand der Theologie und des jüdisch-christlichen Gesprächs“
Montag, 2. Dezember 2019, 15:00 – 17:00 Uhr
Seminarraum 8, Hauptgebäude Tiefparterre, Stiege 9 Hof 5

Für Norbert Reck ist die Krise des Christentums in Europa nicht mit einigen kirchlichen Strukturreformen zu bewältigen. Die Ursachen der Krise liegen tiefer: im theologischen Umgang mit dem Juden Jesus seit der frühen Aufklärung und in der Abwehrreaktion gegen das geschichtliche Denken der Moderne. Beides hat nicht nur zu einem Riss zwischen Exegese und Dogmatik geführt, sondern auch zu einem Verlust der Alltagsrelevanz des Christentums, der immer deutlicher zum Tragen kommt. Norbert Reck erläutert die Zusammenhänge und fordert neue, beherzte Schritte im Umgang mit dem jüdischen Jesus und dem Judentum.

Buchpräsentation Norbert Reck
„Der Jude Jesus und die Zukunft des Christentums – oder: Wie Kirchenkrise und Judenfeindschaft zusammenhängen“
Montag, 2. Dezember 2019, 19:00 – 20:30 Uhr
Buchhandlung Herder, Wollzeile 33, 1010 Wien

Der Buchautor geht mit Regina Polak (Institut für Praktische Theologie) und Stefanie Peintner (Koordinierungsausschuss für christlich-jüdische Zusammenarbeit) der Frage nach, was die Krise des Christentums in Europa mit dem theologischen Umgang mit dem Juden Jesus seit der frühen Aufklärung und in der Abwehrreaktion gegen das geschichtliche Denken der Moderne zu tun hat, wie man die Bibel pastoral fruchtbar machen kann, wenn man das Jude sein Jesu ernst nimmt.

Für beide Veranstaltung bitte um Anmeldung bei monika.mannsbarth@univie.ac.at
Informationen bei regina.polak@univie.ac.at

Katholische und orthodoxe Kirche intensivieren Zusammenarbeit

Gemeinsame Tagung der katholischen und orthodoxen Bischofskonferenz als Auftakt für regel- mäßige Begegnungen und mehr Kooperation in verschiedenen Aufgabenfeldern - Schönborn: "Ist es überhaupt noch erlaubt, dass wir getrennt sind?" mehr…

Prokschi: Keine separaten Kirchen allianzen in der Ökumene

Vor separaten Allianzen einzelner Kirchen in der Ökumene, womöglich sogar gegen andere, hat der designierte Vorsitzende des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ), Prof. Rudolf Prokschi, gewarnt. Prokschi verglich im Interview mit der Wiener Kirchenzeitung "Der Sonntag" die aktuelle ökumenische Situation mit einer Fußwallfahrt von Wien nach Mariazell: "Die einen sind bildlich noch in Heiligenkreuz, die andern hören schon die Kirchenglocken von Mariazell. Da muss man schon sagen: Warten wir einmal zusammen, um dann gemeinsam das Ziel zu erreichen." mehr…

Vatikan sieht noch Klärungsbedarf bei Kirchenverständnis

Offizielle Reaktion auf 2013 erstelltes Grundlagenpapier des Weltkirchenrates nennt aus katho- lischer Sicht noch offene Punkte mehr…

Erstmals tagen katholische und orthodoxe Bischöfe gemeinsam

Ökumenische Premiere am 4. November in Wien am ersten Tag der insgesamt viertägigen Herbstvollversammlung der katholischen Österreichischen Bischofskonferenz - Katholische Bischöfe treffen Bundespräsident Van der Bellen und beraten bis 7. November u.a. über Ergeb- nisse der Amazonien-Synode und mit diözesanen Caritas-Direktoren mehr…

Wiens serbisch-orthodoxer Bischof für mehr Tempo in Ökumene

Bischof Andrej (Cilerdzic) bei Symposion: Kirchen müssen sich gemeinsam der Herausforderung des interreligiösen Dialogs stellen

Mehr Tempo in der Ökumene hat der serbisch-orthodoxe Bischof Andrej (Cilerdzic) eingemahnt. Schließlich stünden längst noch größere Aufgaben an, nämlich der Dialog der Christen mit den anderen Religionen dieser Welt. Cilerdzic äußerte sich am 15. Oktober bei einem Symposion im Curhaus am Stephansplatz in Wien. Der interreligiöse Dialog werde die große Herausforderung für die Kirchen im 21. Jahrhundert sein, zeigte sich der Bischof überzeugt. Mehr Einheit unter den Christen sei deshalb auch kein Selbstzweck sondern Voraussetzung für diesen anstehenden Dialog mit den Religionen.
Cilerdzic nahm auf Anfrage auch dazu Stellung, dass es innerhalb der Orthodoxie Kräfte gibt, die nach wie vor der Ökumene sehr abehnend gegenüber stehen. Der Bischof räumte das zwar ein, betonte zugleich aber, dass dies nicht die Ansicht der großen Mehrheit sei. Und er fügte hinzu: "Wir werden den Hardlinern keine Chance geben."
Das Symposion stand unter dem Motto "Ökumene im interreligiösen Dialog". Veranstalter waren die Wiener Diözesankommission für ökumenische Fragen, die Stiftung Pro Oriente, die Initiative Christlicher Orient und der Ökumene-Ausschuss des Vikariates Wien-Stadt.

Petrus Bsteh, Leiter des Forums für Weltreligionen, konstatierte vor allem noch viel Luft nach oben im Dialog mit den fernöstlichen Religionen Buddhismus, Hinduismus, Taoismus und Konfuzianismus. Aber auch mit den unzähligen archaischen Religionen gebe es noch kaum einen wirklichen Dialog. Einen solchen beschrieb Bsteh so: "Miteinander reden und aufeinander hören und so gemeinsam nach Lösungen suchen und finden."
Ein solcher Dialog könne und müsse Ideologien und Fanatismen überwinden. Bsteh warnte in diesem Zusammenhang vor dem islamischen Wahhabismus, der inzwischen auch schon in Wien präsent sei.
Die entscheidende Frage sei, ob die Religionen im Dialog zu zentralen Werten wie den Menschenrechten oder auch der Religionsfreiheit finden können und dies dann auch öffentlich relevant wird, wie Bsteh sagte.
Auch em.Prof. Rudolf Prokschi, designierter Vorsitzender des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich und Vizepräsident der Stiftung Pro Oriente, zeigte sich eingangs überzeugt, dass es zum interreligiösen Dialog keine Alternative gibt und die Kirchen über ihre eigenen Kirchtürme hinaus blicken müssten.

Kosovo: Kirche will Versöhnung
Auf die schwierige Situation für die serbische Minderheit im Kosovo angesprochen, wies der serbisch-orthodoxe Bischof Cilerdzic in der Diskussion darauf hin, dass sich vor allem die Mönche vor Ort um Versöhnung zwischen Serben und Kosovaren bemühten. Das sei letztlich auch die Aufgabe der Kirche. Er wies jedweden Nationalismus, sei er von albanischer oder serbischer Seite zurück.
Positiv zur Sprache kam u.a. das serbisch-orthodoxe Kloster Decani im Kosovo, das internationale Bekanntheit durch die Tätigkeit von Abt Sava erlangte, der als "Cyber Monk" bekannt wurde und die Internet-Präsenz des Klosters aufbaute. Der Abt prangerte die Vertreibung der serbischen Bevölkerung aus den umliegenden Orten durch die Banden des albanischen Extremisten - und späteren kosovarischen Ministerpräsidenten - Ramush Haradinaj an, nahm aber auch viele von den serbischen Sicherheitskräften verfolgte Albaner im Kloster auf.

Quelle: kathpress

Prokschi neuer Vorsitzender des Ökumenischen Rates der Kirchen

Neuwahl des ÖRKÖ-Vorstands bei Vollversammlung in Wien - Wiener Ostkirchenexperte, Domdekan und Vizepräsident von "Pro Oriente" ab 1. Jänner 2020 an der Spitze des ÖRKÖ - Rumänisch-orthodoxer Bischofsvikar Dura neuer stellvertretender Vorsitzender mehr…

Gedenken

Einladung zum Pogrom-Gedenken:
Am Sonntag, 10. November 2019, 11.00 Uhr, also einen Tag nach dem Pogrom-Gedenktag (der diesmal auf einen Sabbat fällt), begehen wir ein Pogrom-Gedenken der ganz persönlichen Art: Mein ehemaliger jüdischer Mitschüler am Wasagymnasium, Hans Gamliel, hat seine Kindheitserinnerungen im Wiener jüdischen Obdachlosen-Heim aufgeschrieben, als "Denkmal für seine ganze im NS-Regime ermordete Familie". Auf seine Bitte hin habe ich das Manuskript lekturiert und zum Druck als Buch gebracht. Nun liegt das Buch vor: "Eine jüdische Kindheit im Nachkriegs-Wien" - die seltene Geschichte eines "Nachgeborenen der Shoa"! Wir werden daraus im Jüdischen Museum Wien, Dorotheergasse, eine Lesung hören, anschließend singt Oberkantor Barzilei das jüdische Totengebet für die Familie Gamliel, stellvertretend für die Millionen von Opfern der Shoa.

Das Buch wird auch im Museumsshop aufliegen (Druckkosten-Spende € 19.80 erbeten).

Elisabeth Lutter

Hans Gamliel1

Stadtspaziergang – im jüdisch geprägten zweiten Bezirk von heute

Mo, 07.10.2019, ab 14 Uhr
Treffpunkt: Koordinierungsausschuss für christlich-jüdische Zusammenarbeit,
Tandelmarktgasse 5/2-4, 1020 Wien

Wie gestaltet sich jüdisches Leben heute?
Welche jüdischen Organisationen und Institutionen gibt es?
Wo befinden sich Begegnungsorte und Dialogmöglichkeiten?
Diese und Ihre ganz persönlichen Fragen, beantwortet Ihnen Gerti Schmidt, staatlich geprüfte Fremdenführerin und Wiener Jüdin

Der Stadtspaziergang wird in einem koscheren Restaurant beendet, so können Sie gleich einen Vorgeschmack auf die jüdische Küche bekommen.

Dauer: 2-2,5 Stunden, Kosten: 17 Euro/Person bar vor der Führung zu bezahlen
Begrenzte Teilnehmerzahl: max. 30 Personen

Anmeldung
bis spätestens 02.10.2019

Vorankündigung

Ökumenisches Symposion 2019-10-15

Dekanatskonferenz mit Schwerpunkt Judentum am 28. Mai 2019

Im Mai 2019 zum ersten Mal waren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Dekanatskonferenz vom Dekanat 2/20 Gäste in Maimonides Zentrum. Die Idee zur Einladung stammte vom Dechant Ferenc Simon: „In Begegnung und Gespräch können wir das Judetum besser kennen und verstehen lernen“. Rabbinner Michael Totolov begrüsste uns und stellte, zur großen Freude aller, Oberrabbiner Paul Eisenberg vor. Danach folgte ein reges Gespräch über die Themen: Leben in Minderheit, Schabbat Gottesdienstes und Synagoge, Arbeit eines Rabbiners, heutige Herausforderungen, die Wahrnehmung der Christen, Umgang mit Vielfalt, Einbindung junge Erwachsenen, Möglichkeiten der Zusammenarbeit. Der Oberrabbiner benantwortete unsere Fragen sehr lebhaft und Praxisnah. Eisenberg lobte die Idee und Durchsetzung einer solchen Konferenz und schlug weitere Begegnungen vor. Er ermutigte die TeilnehmerInnen weiter auf diesem Weg zu bleiben. Zum Anschluss Rabbiner Totolov lud uns zu einen kleinen Imbiss ein. Hier hatten wir die Möglichkeit auch Rabbiner Totolov persönlich kennenzulernen.

Metropolit Arsenios würdigt Katholische Sozialakademie

Auch evangelischer Bischof Bünker und Kardinal Schönborn betonen Bedeutung der Sozialakademie für die Ökumene und den Einsatz für Menschenwürde
Die Katholische Sozialakademie Österreichs (ksoe) feiert dieser Tage ihr 60-Jahr-Jubiläum. Die heimischen Spitzenvertreter der Kirchen haben die ksoe aus diesem Anlass in Grußworten gewürdigt, wie die ksoe in einer Aussage am Dienstag mitteilte. "Der Einsatz für eine gerechtere und friedlichere Welt ist eine der drängendsten Aufgaben unserer Zeit. Die ksoe leistet einen kostbaren Beitrag, die katholische Soziallehre zu erforschen, zu verbreiten und Menschen zu sozial-ethischem Handeln zu befähigen", schreibt etwa Kardinal Christoph Schönborn. "Wir leben in einer Welt, in der Ungleichheit, Armut und die Zerstörung von Lebensbedingungen zunehmen. Als Christen sind wir dazu berufen, an einer gerechteren Gesellschaftsordnung mitzuarbeiten und uns nach Kräften dafür einzusetzen, dass alle Menschen in Würde leben können", so Schönborn wörtlich. Er danke der ksoe für ihr sozialethisches Engagement, für das umfassende Angebot an Kursen, Fortbildungen und Beratung, für Forschungsprogramme und für so wichtige Initiativen wie die Allianz für den freien Sonntag. Dadurch ermutige sie Menschen, "persönliche Haltungen und Verhaltensweisen zu ändern und die Verhältnisse so mitzugestalten, dass das Zusammenleben aller Menschen in Friede und Gerechtigkeit gelingen kann".
Der evangelische Bischof Michael Bünker würdigt u.a. die Verdienste der Katholischen Sozialakademie um das Ökumenische Sozialwort (aus dem Jahr 2003). In der Bildungsarbeit der ksoe gehe es darum, "Menschen kompetent zu machen für die sozialen und wirtschaftlichen Herausforderungen, vor denen sie stehen. Sie sollen zu Subjekten der eigenen Geschichte werden, sich für ihre eigenen Rechte und für alle Schwachen und an den Rand Gedrängten einsetzen können". Dieser biblisch begründeten Tradition seien die Kirchen verpflichtet. Im Ökumenischen Sozialwort, das es ohne die ksoe nicht geben würde, werde das in ungebrochener Aktualität dokumentiert, so Bünker.
mehr…

"Migration ist eine biblische Ur-Erfahrung"

Wiener Pastoraltheologin in Wiener rumänisch-orthodoxen Kirche St. Andreas: Migration zwinge die "Einheimischen" dazu, sich mit Begriff Heimat "neu zu beschäftigen" - Migranten seien "Spiegel und Fenster" für "Einheimischen"
Migration ist eine biblische Ur-Erfahrung aus der auch die Schlüsseltexte der Heiligen Schrift entstanden sind. Das hat die Pastoraltheologin Regina Polak bei einer Veranstaltung zum Thema "Heimat und Migration" in Wien betont. Migration zwinge die "Einheimischen" dazu, sich mit dem Begriff Heimat "neu zu beschäftigen". Denn die Migranten seien "Spiegel und Fenster" für die "Einheimischen". Die Entwicklung der vergangenen Jahrzehnte bedeute, dass jetzt "die eine Menschheit heran- wächst". Christen könnten in der Konfrontation mit dem Lebensschicksal von Migranten das Pauluswort aus dem Philipperbrief "Unsere Heimat ist im Himmel" neu entdecken. mehr…

Ökumenischer Gedenkgottesdienst und Schweigemarsch (mit brennenden Kerzen) in die Kluckygasse

Gedenkstunde
Freitag, 9. November 2018 Gedenkstunde – 80 Jahre Reichskristallnacht Treffpunkt: 19:00 Uhr Brigittakirche (1020) – eine Zeit der historischen Erinnerung, des Gebetes …  anschließend Schweigemarsch (mit brennenden Kerzen) in die Kluckygasse, zum Ort der ehemaligen Synagoge.
Offizielle Veranstaltung des Dekanates 2/20

und Ökumenischer Gedenkgottesdienst in der Teilgemeinde Allerheiligen (1020)
Fr. 9. Nov. 18:30 Uhr im Gedenken an die Opfer – 80 Jahre Reichskristallnacht
Wir gedenken gemeinsam mit der evangelischen Gemeinde „Am Tabor“ den Opfern der Novemberprogome am 9. Nov. 1938.
und wir gehen dann gemeinsam zu ehem. Synagoge…

Spezialkurse Theologische Kurse: Ostkirchen. Vielfalt und Reichtum

Dieser Spezialkurs führt in das reiche geistliche Erbe der Kirchen des Ostens ein: der orthodoxen, der orientalisch-orthodoxen sowie der mit Rom in Gemeinschaft stehenden Kirchen. Grundlegende Informationen über die Glaubenswelt der östlichen Traditionen werden durch Exkursionen und den persönlichen Austausch mit Verantwortlichen der Gemeinden vertieft. (Details - ab 5. November 2018 - Restplätze)

DIE SCHOAH HAT TIEFE RISSE HINTERLASSEN

Gemeinsames Statement der Israelitischen Kultusgemeinde Wien und des Ökumenischen Rats der Kirchen in Österreich anlässlich des 80. Jahrestages der Novemberpogrome (9. November 2018)

Anlässlich des 80. Jahrestages der Novemberpogrome und in Erinnerung an das Versagen der Kirchen und der Gesellschaft insgesamt, das in den Gräueltaten des 9. Novembers 1938 in unfassbarer Weise sichtbar wurde, haben die Israelitische Kultusgemeinde Wien und der Ökumenische Rat der Kirchen in Österreich eine gemeinsame Erklärung herausgegeben. Christen und Juden bekennen sich heute dazu, gemeinsam im Gespräch zu bleiben und sich für Frieden und gegen jegliche Gewalt und Ausgrenzung einzusetzen.

Die gemeinsame Erklärung hat folgenden Wortlaut: mehr…

Präsentation von Memento Wien

Memento Wien, ein für mobile Endgeräte (Tablets und Smartphones) optimiertes Online-Tool des DÖW, bietet ab November 2018 Informationen zu den Opfern der Shoah in weiten Teilen Wiens.

Begrüßung
Gerhard BAUMGARTNER, Wissenschaftlicher Leiter, DÖW

Präsentation von Memento Wien
Wolfgang SCHELLENBACHER, Projektleiter, DÖW

Tools und Weiterentwicklung von Memento Wien
Thomas STERN, Geschäftsführer von BRAINTRUST

Durch die Förderung der Bezirksvorstehungen Leopoldstadt, Landstraße, Wieden, Mariahilf, Neubau, Josefstadt, Alsergrund, Meidling, Penzing, Rudolfsheim- Fünfhaus, Ottakring und Floridsdorf werden Informationen zu den einzelnen Bezirken sichtbar. Der Historiker Wolfgang Schellenbacher und der Geschäftsführer von BRAINTRUST, Thomas Stern, werden das Projekt vorstellen und anhand von konkreten Beispielen zeigen, wie mit dieser mobilen Website die letzten Wohnadressen der Ermordeten sowie eine Reihe von Archivdokumenten und Fotos zu Personen und Gebäuden in der Stadt sichtbar gemacht werden können. Interessierte haben dadurch die Möglichkeit, die Geschichte ihrer Umgebung interaktiv zu erforschen und mehr über die Schicksale der Verfolgten zu erfahren.

Zeit:
Dienstag, 6. November 2018, 17.30 Uhr

Ort:
Dauerausstellung des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstandes Altes Rathaus Wipplingerstr.6-8 A-1010 Wien

Das Projekt wurde durch die Bezirksvorstehungen Leopoldstadt, Landstraße, Wieden, Margareten, Mariahilf, Neubau, Josefstadt, Alsergrund, Meidling, Penzing, Rudolfsheim-Fünfhaus, Ottakring und Floridsdorf, das Bundeskanzleramt der Republik Österreich, Wien Kultur und den Nationalfonds der Republik Österreich für Opfer des Nationalsozialismus gefördert.

Quelle: https://www.doew.at/termine/memento-wien-ein-projekt-des-doew

Mechaye Hametim

Kolloquium anlässlich der Pensionierung von Univ.-Prof. Dr. Rudolf Prokschi

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Ökumenisches Symposion "Kirchen des Orients im Brennpunkt"

PROGRAMM (Entwurf)

KIRCHEN DES ORIENTS IM BRENNPUNKT.
SYRIEN UND LIBANON: WIEGE DES CHRISTENTUMS – „ÖKUMENE DES BLUTES“

Einführung in den kirchlich-historischen und aktuell-politischen Hintergrund: Christen vor Ort – welche Kirchen existieren in der Krisenregion?
Univ. Prof. Dr. Rudolf Prokschi

Zur Lage in Syrien
Dr. Hanna Ghoneim, Priester der melkitischen Kirche

Zur Lage im Libanon
P. Michel Harb Mönchspriester der maronitischen Kirche

Was heißt das für uns hier in Österreich? Schlussfolgerungen für die Ökumene
Univ. Prof. Dr. Rudolf Prokschi

Abschließendes gemeinsames Gebet
Moderation: Prof. Erich Leitenberger (Pro Oriente)
Im Anschluss bitten wir zu einer kleinen Agape


Beginn: 20.09.2018, 18.00 Uhr
Ende: 20.09.2018, 21.30 Uhr
Ort: Curhaus – Stephanisaal 1010 Wien, Stephansplatz 3/Paterre
Veranstalter: Ökumene-Ausschuss des Vikariats Wien-Stadt, Diözesankommission für ökumenische Fragen, Initiative christlicher Orient (ICO), Stiftung Pro Oriente

Benedikt XVI. irritiert das Judentum

Ein jüngst publizierter aufsatz des emeritierten Papstes scheint hinter die aussagen des II. Vatikanums über die Juden zurückzugehen.

Von Martin Jäggle

Jüdisch-christlicher Dialog als Widerstand gegen Antisemitismus

Christen und Juden heben bei Buchpräsentation im Jüdischen Museum Wien Bedeutung der Zusammenarbeit hervor - Potenziale der Konzilserklärung "Nostra aetate" noch nicht ausgeschöpft

Das Bekenntnis zum jüdisch-christlichen Dialog und dessen sichtbare Pflege auf Augenhöhe ist ein wichtiger Beitrag, um dem zuletzt wieder aufkeimenden Antisemitismus zu begegnen. Das war Tenor der Präsentation des Sammelbandes "Erneuerung der Kirchen - Perspektiven aus dem christlich-jüdischen Dialog" am Montagabend in Wien, bei der Vertreter der beiden Religionen teilnahmen: u.a. die katholischen Theologen Martin Jäggle und Wolfgang Treitler als zwei der vier Herausgeber des Buches, der Wiener Oberrabbiner Arie Folger sowie der Protestant Helmut Nausner und der Jude Willy Weisz vom christlich-jüdischen Koordinierungsausschuss. Begrüßt wurden die Gäste von Gastgeberin Danielle Spera, Direktorin im Jüdischen Museum. mehr…

Buchpräsentation

Einladung Erneuerung

ICCJ Konferenz in Budapest

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„Wir wissen um unsere Schuld“ – Kardinal Christoph Schönborn an die IKG

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Hennefeld: Kirchen müssen gegen Antisemitismus aufschreien

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Kirchen müssten jedem Rassismus entgegentreten und "aufschreien", wo Antisemitismus emporkommt: Das hat der Vorsitzende des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ), Thomas Hennefeld, beim offiziellen Gottesdienst zum Abschluss der "Weltgebetswoche um die Einheit der Christen" am Donnerstagabend in Wien betont. "Jüdinnen und Juden in Österreich sollen wissen: sie sind nicht allein. Die Kirchen stehen an ihrer Seite." Wachsamkeit und Solidarität seien angesagt, "wenn unsere jüdischen Geschwister betroffen sind", sagte der Landessuperintendent der evangelisch-reformierten Kirche in seiner Predigt in der serbisch-orthodoxen Kirche Neulerchenfeld. mehr…

Antisemitismus

"Jedem gesellschaftlichen und persönlichen Antisemitismus entgegentreten": Diesen Grundsatz hat der evangelisch-lutherische Bischof Michael Bünker seiner Stellungnahme anlässlich des Holocaust-Gedenkens am Donnerstag vorangestellt. Und auch Persönlichkeiten aus dem Bereich der katholischen Kirche haben sich in diesem Sinn geäußert. Der Präsident des Koordinierungsausschusses für christlich-jüdische Zusammenarbeit, Martin Jäggle, warnte vor "Dammbrüchen" und stellte sich wie Bünker auf die Seite der Israelitischen Kultusgemeinde, die eine Teilnahme an der Parlamentsveranstaltung anlässlich des Internationalen Tages des Gedenkens an die Opfer des Holocaust am Donnerstag im Palais Epstein absagte.

Der Wiener Diözesanbeauftragte für christlich-jüdische Zusammenarbeit, Ferenc Simon, pochte auf die Verantwortung gerade von Christen, gegen jede Form von Judenfeindlichkeit aufzutreten. Kritik am "Fall Landbauer", ausgelöst durch antisemitische Texte im Liederbuch der schlagenden Burschenschaft "Germania", äußerten Männerorden-Vertreter P. Franz Helm und Berthold Brandstetter von der Katholische Aktion (KA) in Oberösterreich.

Die Stellungnahmen erfolgten im Vorfeld des UN-Gedenktages "International Holocaust Remembrance Day" am 27. Jänner, der Anlass für eine Gedenkveranstaltung auch in Österreich ist: Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka lud zu einem mit Zeitzeugengespräch und einer Podiumsdiskussion am Donnerstagnachmittag ins Palais Epstein, an der neben Staatssekretärin Karoline Edtstadler und Danielle Spera, Direktorin des Jüdischen Museums Wien, auch Vertreter von Religionsgemeinschaften teilnehmen sollten. Die Israelitische Kultusgemeinde (IKG) nimmt an der Veranstaltung nicht teil; sie hatte bereits davor angekündigt, an keinen Gedenkveranstaltungen teilzunehmen, bei denen FPÖ-Minister anwesend sind - wegen des Gedankenguts deutschnationaler Burschenschafter und deren antisemitischen Tendenzen.
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Jäggle: Tag des Judentums

-asset-ff7d8cf0a5f447843f0eDas Alte Testament dient im gesellschaftlichen und kirchlichen Alltag zu oft als eine Art Negativfolie des Neuen Testamentes, ja es wird sogar ein Gegensatz zwischen dem Testament des Gesetzes und dem Testament der Liebe konstruiert, und als "alttestamentarisch" werden besondere Unmenschlichkeiten, Grausamkeiten und Grauslichkeiten bezeichnet.

Dabei sind das Gebot der Nächstenliebe und die Sorge um die Feinde im Alten Testament fest verankert, das Neue Testament erinnert daran. Und "Aug um Aug" war keine Strafformel, sondern eine Regelung für den zu leistenden Schadenersatz und das Schmerzensgeld, usw. Das negative Vorzeichen, mit dem das Alte Testament versehen ist, fördert, ja festigt die Ablehnung des Judentums. Zu bedenken, wie das Christentum mit seinem Antijudaismus die Shoa vorbreitet und ermöglicht hat, würde die Rede vom christlichen Europa mit jener Scham verbinden, die zur Reinigung des Gedächtnisses und zur Erneuerung christlichen Glaubens führt.

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Kirchen bekennen sich zum Dialog mit dem Judentum

Gottesdienst des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich zum "Tag des Judentums" - Oberkirchenrätin Bachler fordert "ständigen, aktiven, von gegenseitiger Wertschätzung getragenen Dialog"
Wien, 18.01.2018 (KAP) Zum "ständigen, aktiven, von gegenseitiger Wertschätzung getragenen Dialog zwischen Christen und Juden" hat die evangelische Oberkirchenrätin Ingrid Bachler aufgerufen. Ein solcher Dialog sei zum einen eine absolute Notwendigkeit, zum anderen auch eine große Bereicherung, sagte Bachler in ihrer Predigt am Mittwochabend beim Gottesdienst des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ) in Wien. An dem Gottesdienst in der altkatholischen Heilandskirche nahmen u.a. ÖRKÖ-Vorsitzender Landessuperintendent Thomas Hennefeld, Dechant Ferenc Simon (Katholische Kirche), Bischof Heinz Lederleitner (Altkatholische Kirche), Bischofsvikar Patrick Curran (Anglikanische Kirche) sowie Pastorin Esther Handschin und Pastor Helmut Nausner (Methodistische Kirche) teil.
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Weiterbildung

Ökumenischer Lehrgang
für ehrenamtliche Krankenhaus- und Pflegeheimseelsorge
14. April 2018 - 6. April 2019

SIE WOLLEN ...
» Ihre Zeit sinnvoll nutzen
» sich für andere einsetzen
» Verantwortung übernehmen
» Ihre Fähigkeiten einbringen und weiterentwickeln » Neues entdecken
» Menschen ein Stück ihres Lebensweges begleiten

IHR AUFGABENPROFIL ALS EHRENAMTLICHE/R SEELSORGER/IN:
» Gespräche mit und Begleitung von kranken bzw. älteren Menschen, ca. 1⁄2 Tag pro Woche
» Zusammenarbeit mit hauptamtlichen
SeelsorgerInnen sowie mit dem Personal der jeweiligen Institution
» Kontakte mit An- und Zugehörigen von PatientInnen und BewohnerInnen

DAS BIETET DER LEHRGANG
Der praxisnahe einjährige Lehrgang bietet Ihnen eine seelsorgliche Grundausbildung, die Sie zur eigenständigen seelsorglichen Tätigkeit im Krankenhaus oder Pflegewohnheim unter der Verantwortung der zuständigen hauptamtlichen Seelsorgerin/ des zuständigen hauptamtlichen Seelsorgers befähigt.
Sie setzen sich im fortlaufenden Gruppenprozess mit zentralen Themen der Seelsorge auseinander, reflektieren die eigene Lebens- und Glaubensgeschichte und üben sich in seelsorglicher Gesprächsführung.

mehr Info hier…

Dekanatskonferenz mit Schwerpunkt Ökumene

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Zum dritten Mal waren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Dekanatskonferenz vom Dekanat 2 Gäste in der serbisch-orthodoxen Kirche Auferstehung Christi. Die Idee zur Einladung stammte vom Dechant Ferenc Simon: "In Begegnung und Gespräch können wir die Orthodoxe Kirche besser kennen und verstehen lernen". Pfarrer Drago Vujic und seine Mitarbeiter begrüssten uns und gewährten den Teilnehmern die berühmte serbische Gastfreundschaft. Zur großen Freude aller war S.E. der serb.-orth. Bischof Andrej anwesend. Der Bischof lobte die Idee und Durchsetzung einer solchen Konferenz. Er ermutigte die TeilnehmerInnen weiter auf diesem Weg zu bleiben. Danach folgte ein reges Gespräch über das Thema Reformation und die Kirchen. Eingeladen waren die Pfarrer und hauptamtlichen MitarbeiterInnen der Pfarren des Dekanates 2, sowie die evangelische Pfarre Am Tabor.



Schönborn und Bünker betonen Einsatz gegen Antisemitismus

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Kardinal Christoph Schönborn und Bischof Michael Bünker haben am Mittwoch gemeinsam der Opfer der nationalsozialistischen Novemberpogrome des Jahres 1938 gedacht. Sie unterstrichen im Interview mit "Kathpress" und dem "Evangelischen Pressedienst" unisono die gemeinsame Verantwortung der Kirchen und die schuldbehaftete Geschichte gegenüber dem Judentum. Zugleich betonten sie die gemeinsame Verpflichtung, jeder Form von Antisemitismus deutlich entgegenzutreten.
 
Kardinal Schönborn sprach weiters auch von den jüdischen Wurzeln der Kirche, auf die sich katholische und evangelische Kirche in den vergangenen Jahrzehnten wieder gemeinsam besonnen hätten. "Das Wiederendecken der gemeinsamen jüdischen Wurzeln hat die ökumenische Annäherung erleichtert", betonte der Wiener Erzbischof. Bischof Bünker hob die Verpflichtung der Kirchen hervor, gegen alle Tendenzen aufzutreten, "die die Gesellschaft spalten oder Minderheiten marginalisieren".
 
In der Nacht vom 9. auf 10. November 1938 wurden im gesamten deutschen Machtbereich Synagogen in Brand gesteckt, jüdische Geschäfte sowie Wohnungen zerstört und verwüstet. Zahlreiche Juden wurden bei den Pogromen getötet oder verletzt. Allein in Wien wurden insgesamt 42 Synagogen und Bethäuser zerstört. 6.547 Wiener Juden kamen in Haft, knapp unter 4.000 davon wurden in das Konzentrationslager Dachau verschleppt.

Quelle: kathpress

Einladung

Symposion zum Gedenken an Christine Gleixner zum 90. Geburtstag
ÖKUMENE VOR NEUEN HERAUSFORDERUNGEN
GENERATIONSWECHSEL, FLÜCHTLINGSSITUATION, ZUSAMMENLEBEN IN EINER PLURALISTISCHEN GESELLSCHAFT

Dienstag, 4. Oktober 2016, 18.00 Uhr
Curhaus, Stephani-Saal 1010 Wien, Stephansplatz 3, Parterre
Einleitung und Diskussionsrahmen:
Univ. Prof. Dr. Rudolf Prokschi
Vorsitzender der Wiener Diözesankommission für ökumenische Fragen, Vize-Präsident Pro Oriente
Statements und Diskussion:
Univ. Prof. MMag. Dr. Regina Polak, MAS (Röm. kath.)
Bischof Dr. Michael Bünker (Evangelisch A.B.)
Bischof Dr. Andrej Cilerdzic (Serbisch-orthodox)
Priestermönch Saliba Er (Syrisch-orthodox)

Moderation:
Prof. Erich Leitenberger (ÖRKÖ, Pro Oriente)

Im Anschluss:
Agape mit Brot und Wein
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2017 gemeinsam Gottesdienst feiern

Pasted GraphicKatholiken und Lutheraner nähern sich an. Sie feiern und gedenken gemeinsam. Auch der Reformation vor 500 Jahren. Aber wie?
Hier finden Sie den Entwurf von Lutherischen Weltbund und Vatikan für einen ökumenischen Gottesdienst. Außerdem weitere Anregungen und Hintergründe für Ihre Gemeinde. Nach der Liturgie wird am 31. Oktober 2016 in Lund auch ein internationaler ökumenischer Gottesdienst von Papst Franziskus und LWB-Präsident Younan und Generalsekretär Junge gefeiert. Aber der Entwurf ist für die Gemeindeebene bestimmt. Und alle weltweit sind eingeladen, mitzufeiern.

„BIBLIA“ FEIERT 25-JAHR-JUBILÄUM

Die auf Initiative von Kardinal Franz König begründete Projektgruppe fördert die Vermittlung biblischer Inhalte auf breitester Basis – In den letzten 25 Jahren wurden 600 Projekte in 25 Ländern Europas, Asiens und Afrikas gefördert – Festakt am 2. Juni im Curhaus am Stephansplatz
Wien, 30.05.16 (poi) Die Projektgruppe „Biblia“, die auf eine Initiative von Kardinal Franz König zurückgeht, begeht am 2. Juni um 18 Uhr mit einem Festakt im Stephani-Saal des Curhauses am Wiener Stephansplatz ihr 25-Jahr-Jubiläum. Aufgabe von „Biblia“ ist im Sinn des Zweiten Vatikanischen Konzils die Vermittlung biblischer Inhalte auf breitester Basis; der ökumenische Aspekt spielt eine große Rolle, auch die Förderung des christlich-jüdischen Dialogs. Unmittelbar nach der „Wende“ widmete sich „Biblia“ dem Aufbau der Bibelarbeit in den Reformstaaten, in den letzten Jahren geht es zunehmend auch um die Unterstützung der christlichen Kirchen in den Ländern des Nahen Ostens, so „Biblia“-Vorstandsvorsitzender Günter Bergauer.

Bei dem Festakt am 2. Juni werden u.a. Weihbischof Franz Scharl, die Bibelwissenschaftler Anton Tyrol (Slowakei) und Bela Tarjanyi (Ungarn) sowie Dechant Ferenc Simon über verschiedene „Biblia“-Projekte berichten. Die emeritierte Äbtissin von Marienkron, M. Mirjam Dinkelbach OCist hält den zentralen Vortrag zum Thema „Wie Karl May auf die Bibel kam“. Für die musikalische Gestaltung sorgt der 15-jährige syrisch-orthodoxe Flüchtling Masad Thani; er spielt auf der „Oud“ (der arabischen Laute). Er hat auch bereits vor dem syrisch-orthodoxen Patriarchen Mar Ignatius Aphrem II. in Salzburg gespielt und war im ORF-Radio zu hören.

„Biblia“ hat in den letzten 25 Jahren zahlreiche Projekte unterstützt, „mit relativ geringem Einsatz finanzieller Mittel und dank vieler ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer“, wie Günter Bergauer betont. Unter den vielen Ehrenamtlichen nennt er insbesondere den „Mann der ersten Stunde“, den Gründer und jahrzehntelangen Leiter der ORF-Hauptabteilung Religion-Radio, Prof. Walter Karlberger. Die rund 600 „Biblia“-Projekte seit 1991 erstrecken sich auf 25 Länder in Europa, Asien und Afrika, der erfasste finanzielle Aufwand betrug 250.000 Euro, lag aber wesentlich höher, weil aus den ersten Jahren keine Unterlagen mehr vorhanden sind. Zu den größten von „Biblia“ unterstützten Projekten zählen die Bibel für Roma in Ungarn, die Bibel für Ungarn in Siebenbürgen, Bibeln für den asiatischen Teil der Russischen Föderation und jüdische Gebetbücher für Wien.

Zu den „Biblia“-Projekten zählen aber auch die Unterstützung von Fakultäten und Schulen mit biblischen Lehrmaterialien, der Aufbau von Bibelzentren, die Herausgabe von Bibeln für katholische Minderheiten, die Verteilung von Bibeln an Flüchtlinge in deren jeweiligen Muttersprachen. In Österreich selbst hat sich die Arbeit mit anderssprachigen Gemeinden sowie die Unterstützung der Seelsorge im Flüchtlings- und Gefangenenbereich als ein weiteres Betätigungsfeld ergeben. Alle Projekte werden vom Vorstand sorgfältig geprüft, die Kooperation mit anderen kirchlichen Institutionen (von der Stiftung „Pro Oriente“ über das internationale Hilfswerk „Kirche in Not“, das Österreichische Katholische Bibelwerk und die Österreichische Bibelgesellschaft bis zum „Andreas-Petrus-Werk“ und zum Kolpingwerk) erleichtert diese Prüfung.

In Zukunft will „Biblia“ seine Informationsarbeit unter Einsatz des Internets und der „social media“ wesentlich verstärken und damit auch Brücken zwischen Spenderinnen und Spendern auf der einen Seite und Projektverantwortlichen auf der anderen Seite bauen.

quelle: pro-oriente.at

Papst-Patriarch weiht Altar in Wiener Kirche Maria vom Siege

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Im Zeichen der herzlichen Freundschaft zwischen katholischer und koptisch-orthodoxer Kirche stand am Freitagabend eine Festakademie aus Anlass der Weihe des neuen Altars des von der katholischen an die koptische Kirche übergebenen Wiener Gotteshauses Maria vom Siege durch Papst-Patriarch Tawadros II. Zugleich war die Festveranstaltung in der überfüllten Kirche am Mariahilfer Gürtel Kirche geprägt von der Freude der koptischen Christen über ihr neues spirituelles Zentrum im Westen Wiens. Maria vom Siege ist die fünfte koptische Kirche in der Bundeshauptstadt.

Kardinal Christoph Schönborn bezeichnete in seiner - immer wieder von Applaus unterbrochenen - Ansprache die Präsenz der Kopten in Wien als "ein großes Geschenk". Die koptischen Christen seien in der Tradition des Heiligen Markus "Zeugen der Treue, des Glaubens, der Nächstenliebe". Ihr Vertrauen auf Gott gebe ihnen die Kraft und den Mut, solche Zeugen zu sein. Zugleich seien die christlichen Immigranten aus Ägypten innerhalb kurzer Zeit "lebendige Glieder der Gesellschaft in Österreich" geworden.

Der Wiener Erzbischof betonte seine Bewunderung für die Haltung der früheren katholischen Pfarrgemeinde Maria vom Siege, die ihr vertrautes Gotteshaus den koptischen Christen geschenkt habe, samt dem großen Pfarrhof und einem Mietshaus, um den neuen Eigentümern die Erhaltung der historischen Kirche am Gürtel zu erleichtern. Zweifellos sei die Übergabe der Kirche für viele Katholiken von Maria vom Siege ein Opfer gewesen. Wie eine Mutter habe die Pfarrgemeinde alles gegeben, um neues Leben in Maria vom Siege zu ermöglichen.

Im Hinblick auf den Titel des Gotteshauses - "Maria vom Siege" - zitierte Kardinal Schönborn die Dichterin Gertrud von Le Fort: Maria siege nicht "mit dem Schwert in der Hand, sondern mit dem Schwert im Herzen angesichts des Todes Jesu". Wörtlich betonte der Wiener Erzbischof: "Maria siegt durch Liebe, nicht durch den Hass".
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